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Krauser Ampfer

Krauser Ampfer (Yellow Dock)

Überblick

Krauser Ampfer ist eine Pflanze, deren Blattstiele als Zutat für Salate verwendet werden. Die Wurzel des krausen Ampfers wird als Medizin verwendet.

Krauser Ampfer wird bei Schmerzen und entzündlichen Schwellungen der Nasenpassagen und der Atemwege, sowie als Abführmittel und Tonikum eingesetzt. Er wird außerdem verwendet, um bakterielle Infektionen und sexuell übertragbare Krankheiten zu behandeln.

Einige Menschen verwenden krausen Ampfer als Zahnpasta.

Historisch gesehen wurde krauser Ampfer zur Behandlung von Hautkrankheiten, Entzündungen der Haut, Dermatitis, Hautausschlägen, einer Vitamin C Mangelkrankheit namens Skorbut, obstruktiver Gelbsucht und Schuppenflechte verwendet.

 

Wie wirkt krauser Ampfer?

Krauser Ampfer enthält Chemikalien, die als Anthraquinone bezeichnet werden und als anregendes Abführmittel wirken.

 

Wie effektiv ist krauser Ampfer?

Es gibt nicht genügend wissenschaftliche Daten, um eine Aussage bezüglich der Effektivität von krausem Ampfer bei Verstopfung, Entzündungen der Nasenpassagen und der Atemwege, bakteriellen Infektionen, Gelbsucht und Skorbut treffen zu können.

Es bedarf weiterer wissenschaftlicher Untersuchungen, um die Effektivität von krausem Ampfer bei diesen Anwendungen bewerten zu können.

 

Sicherheit und Nebenwirkungen

Krauser Ampfer scheint für die meisten Erwachsenen sicher und unbedenklich zu sein. Eine Einnahme zu großer Mengen kann Durchfall, Übelkeit, Magenkrämpfe, exzessives Urinieren, Hautreizungen und niedrige Kalium- und Kalziumblutspiegel hervorrufen.

Man sollte keinen rohen, nicht gekochten krausen Ampfer verwenden, da dieser ernsthafte Nebenwirkungen inklusive Erbrechen, Herzproblemen, Schwierigkeiten beim Atmen und sogar Tod besitzen kann. Bereits ein Hautkontakt mit krausem Ampfer kann bei einigen Menschen Hautreizungen hervorrufen.

 

Vorsichtsmaßnahmen und Warnungen

Schwangerschaft und Stillzeit: Krauser Ampfer sollte während der Schwangerschaft nicht verwendet werden. Er besitzt eine abführende Wirkung, die für schwangere Frauen nicht sicher und unbedenklich sein könnte. Es ist auch am besten, krausen Ampfer während der Stillzeit zu meiden, da die Chemikalien, die eine abführende Wirkung besitzen, über die Muttermilch auf das Kind übertragen werden können.

Allergien: Menschen, die allergisch auf Besenkraut reagieren, könnten auch allergisch auf krausen Ampfer reagieren.

Blutgerinnungsprobleme: Krauser Ampfer könnte die Blutgerinnung beschleunigen. Wenn man unter einer Blutgerinnungsstörung leidet, sollte man vor der Verwendung von krausem Ampfer den behandelnden Arzt konsultieren.

Blockaden des Verdauungstrakts: Man sollte krausen Ampfer nicht verwenden, wenn man unter irgendeiner Art von Blockade des Verdauungstrakts leidet.

Magen- oder Darmgeschwüre: Man sollte krausen Ampfer nicht verwenden, wenn man unter Geschwüren im Bereich des Verdauungstraktes leidet. Krauser Ampfer kann die Schleimhäute von Magen und Darm reizen und die Symptome von Magen- und Darmgeschwüren verschlimmern.

Erkrankungen der Nieren: Krauser Ampfer enthält eine Chemikalie, die Kalzium binden und Kristalle formen kann, welche die Nieren schädigen können. Wenn man unter Nierensteinen leidet oder in der Vergangenheit unter Nierensteinen gelitten hat, sollte man vor der Verwendung von krausem Ampfer den behandelnden Arzt um Rat fragen.

 

Wechselwirkungen

Man sollte krausen Ampfer nicht in Kombination mit folgenden Medikamenten verwenden:

 

Diuretika

Krauser Ampfer ist ein Abführmittel. Einige Abführmittel können die Kaliumspiegel im Körper senken. Auch Diuretika können die Kaliumspiegel senken, was zur Folge hat, dass die Kombination von krausem Ampfer mit Diuretika die Kaliumspiegel im Körper zu stark senken könnte.

 

Dosierung

Eine angemessene Dosierung von krausem Ampfer hängt von unterschiedlichen Faktoren wie Alter, Gesundheitszustand und weiteren ab. Zum augenblicklichen Zeitpunkt gibt es keine ausreichenden wissenschaftlichen Daten, um eine Aussage über angemessene Dosierungsbereiche für krausen Ampfer treffen zu können. Aus diesem Grund sollte man sich an die Dosierungsanleitung auf dem Etikett halten und/oder vor der Verwendung einen Arzt oder Apotheker fragen.

 

Referenzen:

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