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Kokosessig

Kokosessig

Kokosessig ist eine Basis-Zutat der südostasiatischen und indischen Küche, die in der westlichen Welt rapide an Beliebtheit gewinnt. Kokosessig wird aus dem Saft der Blüten der Kokospalme hergestellt. Dieser Saft fermentiert für 8 bis 12 Monate, wodurch Essig entsteht.

Kokosessig hat ein trübes, weißes Erscheinungsbild und einen etwas milderen Geschmack als Apfelessig. Kokosessig kann Salatdressings, Marinaden, Suppen und warmen Gerichten einen süßen Touch verleihen.

Es wird behauptet, dass Kokosessig eine große Bandbreite von Gesundheitsvorzügen besitzt, zu denen eine Förderung des Gewichtsabbaus, eine besserer Verdauung, ein stärkeres Immunsystem und ein gesünderes Herz gehören sollen. Nicht alle dieser Vorzüge werden jedoch durch wissenschaftliche Untersuchungen unterstützt.

Hier ist eine Liste der Vorzüge von Kokosessig, die wissenschaftlich belegt sind

Kokosessig enthält Probiotika, Polyphenole und gesunde Nährstoffe

Kokosessig wird häufig als reichhaltige Quelle für viele Nährstoffe angepriesen, da der Saft, der für seine Herstellung verwendet wird, reich an Vitamin C und Kalium ist. Dieser Saft enthält außerdem Cholin, B Vitamine, Eisen, Kupfer, Bor, Magnesium, Mangan, Phosphor und Zink (1).

Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen weiterhin, dass Kokosessig eine große Bandbreite an Phenolen – nützliche Pflanzenverbindungen, die vor vielen Krankheiten wie Diabetes und Herzkrankheiten schützen könnten – liefert (2, 3). Darüber hinaus ist Kokosessig aufgrund des 8 bis 12 Monate andauernden Fermentierungsprozesses eine gute Quelle für gesunde Darmbakterien, die auch als Probiotika bekannt sind (4).

Es fehlt jedoch an wissenschaftlichen Untersuchungen, die betrachtet haben, wie der Fermentierungsprozess den Vitamin- und Mineralstoffgehalt beeinflusst. Man sollte auch im Hinterkopf behalten, dass einige Hersteller Kokosessig aus Kokoswasser anstelle von Kokossaft herstellen. Kokoswasser enthält weniger Mineralstoffe als Kokossaft und wird weniger lang fermentiert, wobei ein Fermentationsstarter wie Rohrzucker oder Apfelessig zum Einsatz kommt. Man glaubt, dass dies zu einem Essig mit niedrigerem Nährwert führt, auch wenn dies bisher noch nicht durch Studien bestätigt wurde.

Unabhängig hiervon sollte man jedoch auch bedenken, dass Kokosessig typischerweise nur in geringen Mengen konsumiert wird, was bedeutet, dass er nicht viele Nährstoffe oder Polyphenole zur Ernährung beitragen wird.

  • Zusammenfassung: Kokosessig enthält Probiotika, Polyphenole und könnte reich an bestimmten Vitaminen und Mineralstoffen sein. Er wird typischerweise jedoch nur in geringen Mengen konsumiert und wird deshalb wahrscheinlich nicht viel an Nährstoffen zur Ernährung beitragen.

Kokosessig könnte den Blutzucker senken und dabei helfen, Diabetes zu bekämpfen

Kokosessig könnte dabei helfen, die Blutzuckerspiegel zu senken und könnte einen gewissen Schutz vor Diabetes vom Typ 2 bieten. Genau wie Apfelessig enthält auch Kokosessig Essigsäure, welche die primäre aktive Verbindung in Essig darstellt.

Mehrere Studien berichten, dass Essigsäure dabei helfen könnte, Blutzuckerspitzenwerte nach einer kohlenhydratreichen Mahlzeit zu reduzieren (5, 6, 7). Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen außerdem, dass Essig die Blutzuckerspiegel bei Diabetes Patienten senken könnte und dabei helfen kann, die Insulinsensitivität um bis zu 34% zu verbessern (8, 9, 10, 11). Die blutzuckersenkenden Wirkungen von Essig scheinen hierbei am stärksten auszufallen, wenn der Essig mit Mahlzeiten konsumiert wird (12).

Kokosessig könnte ähnliche Vorzüge wie andere Typen von Essig mit sich bringen. Es gibt jedoch bisher noch keine Studien, die die direkten Auswirkungen dieses Typs von Essig auf die Blutzuckerspiegel oder das Diabetesrisiko betrachtet haben. Es bedarf deshalb weiterer Untersuchungen, um diese Wirkungen zu bestätigen.

  • Zusammenfassung: Kokosessig enthält Essigsäure, eine Verbindung, die dabei helfen könnte, die Blutzuckerspiegel zu senken und die Insulinsensitivität zu verbessern. Es gibt jedoch noch keine direkten mit Kokosessig durchgeführten Studien zu diesem Thema.

Kokosessig könnte den Hunger reduzieren und einen Gewichtsverlust unterstützen

Kokosessig könnte dabei helfen, unerwünschtes Gewicht zu verlieren. Er ist nicht nur kalorienfrei, sondern enthält außerdem auch Essigsäure, eine Verbindung, von der gezeigt werden konnte, dass sie dabei hilft, den Hunger zu reduzieren und ein länger anhaltendes Sättigungsgefühl zu fördern (13, 14). Mehrere mit Tieren durchgeführte Studien bringen Essigsäure mit einem reduzierten Appetit in Verbindung. Diese Verbindung könnte außerdem dabei helfen, die Fettspeichergene abzuschalten und fettverbrennende Gene zu aktivieren (13, 14, 15, 16).

Mit Menschen durchgeführte Untersuchungen berichten darüber hinaus, dass ein Konsum von Essig mit den Mahlzeiten dabei helfen könnte, ein länger anhaltendes Sättigungsgefühl zu fördern. Im Rahmen einer Studie aßen Menschen, die Essig zu einer Mahlzeit hinzufügten, im Verlauf des restlichen Tages bis zu 275 kcal weniger als Probanden, die keinen Essig zu sich genommen hatten (17, 18).

Eine kleine Studie berichtete außerdem, dass ein Konsum von Essig mit Mahlzeiten die Magenentleerung verlangsamen könnte, was potentiell zu einem gesteigerten Sättigungsgefühl beitragen könnte (19).

Wissenschaftliche Untersuchungen bringen Essig auch direkt mit einem Gewichtsabbau in Verbindung. Im Rahmen einer Studie verloren Probanden, die 1 bis 2 Esslöffel (15 bis 30 ml) Essig pro Tag zu sich nahmen, bis zu 1,7 Kilo an Gewicht und konnten ihr Körperfett um bis zu 0,9% reduzieren. Die Probanden in der Kontrollgruppe nahmen im Gegensatz hierzu 0,4 Kilo zu (14).

Leider fehlt es an Studien, die spezifisch die entsprechenden Wirkungen von Kokosessig betrachtet haben. Da Kokosessig jedoch dieselbe aktive Verbindung wie andere Typen von Essig enthält, könnte er auf dieselbe Art und Weise wirken. Es bedarf jedoch weiterer Untersuchungen, um dies zu bestätigen.

  • Zusammenfassung: Kokosessig enthält Essigsäure, eine Verbindung, die mit reduziertem Hunger, einem gesteigerten Sättigungsgefühl und einem Verlust an Körpergewicht und Körperfett in Verbindung gebracht wird.

Kokosessig könnte die Herzgesundheit verbessern

Kokosessig könnte die Gesundheit Deines Herzens verbessern. Dies könnte zumindest teileweise mit dem Kaliumgehalt des Kokossaftes in Verbindung stehen, der verwendet wird, um diesen Typ von Honig herzustellen. Kalium ist ein Mineralstoff, der mit einem niedrigeren Blutdruck und einem reduzierten Risiko für Herzkrankheiten und Schlaganfall in Verbindung gebracht wird (1, 20). Mit Tieren durchgeführte Studien zeigen außerdem, dass Essig die Triglyzeridspiegel und die Spiegel es „schlechten“ LDL Cholesterins senken könnte, während er gleichzeitig die Spiegel des „guten“ HDL Cholesterins erhöht (21, 22, 23). Darüber hinaus konnte im Rahmen von mit Ratten durchgeführten Studien beobachtet werden, dass Essig den Blutdruck senken könnte, der einen der primären Risikofaktoren für Herzkrankheiten darstellt (24, 25).

Zusätzlich hierzu berichtete eine spezifisch mit Kokosessig durchgeführte Studie, dass diese Entzündungen reduzieren, das Körpergewicht reduzieren und die Cholesterinspiegel senken könnte – alles Faktoren, die zu einem gesünderen Herzen beitragen (26).

Mit Menschen durchgeführte Untersuchungen zeigen, dass eine Einnahme von 1 bis 2 Esslöffeln (15 bis 30 ml) Essig pro Tag dabei helfen kann, das Bauchfett und die Triglyzeridspiegel im Blut zu senken – zwei weitere Risikofaktoren für die Herzgesundheit (14).

Eine Beobachtungsstudie merkte an, dass Frauen, die fünf- bis sechsmal wöchentlich Salatdressings verwendeten, die mit Essig und Öl hergestellt wurden ein um bis zu 54% geringeres Risiko für Herzkrankheiten aufwiesen (27).

Man sollte jedoch im Hinterkopf behalten, dass dieser Typ von Studie nicht zeigen kann, dass Kokosessig das Risiko für Herzkrankheiten reduziert hat. Es fehlt bisher an Humanstudien, die die spezifischen Wirkungen von Kokosessig auf die Herzgesundheit betrachtet haben, weshalb es weiterer Untersuchungen bedarf, bevor definitive Aussagen getroffen werden können.

  • Zusammenfassung: Kokosessig könnte auf ähnliche Art und Weise wie andere Typen von Essig wirken und potentiell Risikofaktoren für Herzkrankheiten wie Bauchfett, Cholesterinspiegel und Triglyzeridspiegel reduzieren. Es bedarf jedoch weiterer Untersuchungen, um diese Wirkungen zu bestätigen.

Kokosessig könnte die Verdauung und die Funktion des Immunsystems verbessern

Kokosessig könnte zu einem gesünderen Verdauungstrakt und einer besseren Funktion des Immunsystems beitragen. Zum Teil beruht dies darauf, dass Kokosessig durch einen 8 bis 12 Monate andauernden Fermentierungsprozess hergestellt wird. Hierbei vermehren sich gesunde Bakterien, die der Gesundheit des Verdauungstraktes zuträglich sind (4).

Darüber hinaus enthält Kokosessig Essigsäure, eine Verbindung, die dabei helfen könnte, Viren und Bakterien zu bekämpfen. So hat sich Essigsäure z.B. als effektiv gegen E. Coli Bakterien erwiesen, welche als Ursache für Lebensmittelvergiftungen bekannt sind (28).

Um von diesen Wirkungen profitieren zu können, kann man ganz einfach etwas Kokosessig zu Wasser hinzugeben und frisches Obst und Gemüse für etwa zwei Minuten in dieser Lösung ziehen lassen. Eine Studie konnte zeigen, dass diese einfache Methode Bakterien um bis zu 90% und Viren um bis zu 95% reduzieren kann (29).

Kokosessig könnte auch effektiv sein, wenn es um eine Verhinderung des Wachstums von G. Vaginalis, einer der primären Ursachen für Vaginalinfektionen, geht. Diese Wirkung wurde jedoch bisher nur im Reagenzglas beobachtet, weshalb nicht klar ist, wie man Essig verwenden kann, um diese Wirkung im echten Leben zu erreichen (30).

Zusätzlich hierzu wird Essig damit beworben, dass er die Funktion des Immunsystems durch seinen potentiellen Nährstoffgehalt verbessern soll. Der Saft, der zur Herstellung von Kokosessig verwendet wird, ist in der Tat eine hervorragende Quelle für Eisen und Vitamin C – zwei Nährstoffe, die mit einem stärkeren Immunsystem in Verbindung gebracht werden.

Es ist jedoch unklar, wie viel Vitamin C nach dem Fermentationsprozess im Essig verbleibt, weshalb es weiterer Untersuchungen bedarf, um diese Behauptung zu bestätigen (1, 31).

  • Zusammenfassung: Kokosessig enthält Probiotika und Essigsäure, welche beide zur Gesundheit des Verdauungstraktes beitragen können. Kokosessig könnte darüber hinaus einige das Immunsystem anregende Nährstoffe enthalten, doch es bedarf weiterer Untersuchungen, um dies zu bestätigen.

Ist Kokosessig sicher und unbedenklich?

Kokosessig wird im Allgemeinen als sicher und unbedenklich angesehen. Es handelt sich jedoch um eine säurehaltige Substanz, was bedeutet, dass ein regelmäßiger unverdünnter Konsum die Magenschleimhaut und den Zahnschmelz schädigen kann.

Aus diesem Grund sollte Kokosessig am besten mit Wasser verdünnt oder mit anderen Zutaten wie Öl in Form eines Salatdressings oder einer Marinade konsumiert werden.

Wie andere Typen von Essig kann auch Kokosessig dabei helfen Blutdruck und Blutzuckerspiegel zu senken. Menschen, die den Blutzucker oder den Blutdruck senkende Medikamente einnehmen, sollten deshalb die Aufnahme von Kokosessig in ihre Ernährung mit dem behandelnden Arzt absprechen.

Fazit

Kokosessig ist eine einzigartige Alternative zu anderen Typen von Essig. Er hat einen milderen Geschmack, scheint nahrhaft zu sein und könnte zahlreiche weitere Vorzüge mit sich bringen. Diese reichen von einem Gewichtsverlust und einem niedrigeren Diabetesrisiko bis hin zu einer gesünderen Verdauung einem gesünderen Immunsystem und einem gesünderen Herz.

Doch auch wenn wissenschaftliche Untersuchungen einen Essigkonsum mit diesen Vorzügen in Verbindung bringen, wurden bisher nur wenige Studien spezifisch mit Kokosessig durchgeführt und keine dieser Studien hat Kokosessig mit anderen Typen von Essig verglichen.

Referenzen:

  1. https://ndb.nal.usda.gov/ndb/
  2. https://www.ajol.info/index.php/ajb/article/viewFile/97242/86558
  3. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5601283/
  4. https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/0740002086900092
  5. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27213723
  6. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/7796781
  7. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24811350
  8. http://care.diabetesjournals.org/content/27/1/281
  9. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18093343/
  10. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26064976/
  11. https://dx.doi.org/10.1016%2Fj.jff.2013.08.003
  12. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20068289
  13. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26176799/
  14. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19661687/
  15. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19469536
  16. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17485860
  17. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16015276
  18. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16321601
  19. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9630389
  20. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3650509/
  21. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19630216
  22. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16611381
  23. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24894721
  24. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26476634
  25. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11826965
  26. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5642190/
  27. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10232627
  28. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9713753
  29. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12597475
  30. https://www.semanticscholar.org/paper/Antibacterial-and-Antibiofilm-Activity-of-Tea-Tree-Nisha-Antony/6a163783aa744432f65c0592aefb478982a27dc9
  31. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3173740/

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