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Inulin

Inulin ist ein Ballaststoff, der sich in bestimmten pflanzlichen Nahrungsmitteln wiederfindet. Chicoreewurzel ist die Hauptquelle für Inulin in Supplementform.

Chicoree wuchs ursprünglich in Europa und Asien, wird aber heute auch in Amerika angebaut. Bereits die alten Ägypter verwendeten Chicoree vor tausenden von Jahren als Medizin.

Inulin wird vom Dünndarm nicht absorbiert. Wenn es den Dickdarm erreicht, wird es von Bakterien fermentiert.

 

Wofür wird Inulin verwendet?

Inulin wird häufig verwendet, um Verdauungsprobleme zu behandeln oder Verdauungsproblemen vorzubeugen.

Inulin kann Verstropfung reduzieren. Im Rahmen einer Studie hatten ältere Menschen, die 15 Gramm Inulin pro Tag einnahmen, weniger Probleme mit Verstopfung.

Inulin kann außerdem dabei helfen, die Menge nützlicher Bakterien im Darm zu erhöhen. Aufgrund dieser Wirkung wird Inulin auch als Prebiotikum bezeichnet. Prebiotika besitzen zahlreiche Gesundheitsvorzüge und können dabei helfen, die Menge an Kalzium und anderen Mineralstoffen, die aus der Nahrung absorbiert werden, zu erhöhen. Darüber hinaus unterstützen sie ein gesundes Immunsystem und lindern Verdauungsprobleme.

Zusätzlich hierzu könnte Inulin die Blutfettwerte senken.

 

Dosierung

Die empfohlene Dosierung variiert von Hersteller zu Hersteller. Bisher wurden noch keine optimalen Dosierungen für irgendwelche Anwendungsbereiche festgelegt.

 

Kann man Inulin über die natürliche Nahrung zu sich nehmen?

Viele Nahrungsmittel und Pflanzen enthalten Inulin. Hierzu gehören unter anderem Spargel, Bananen, Kletten, Chicoree, Löwenzahnwurzeln, Knoblauch, Artischocken, Lauch und Zwiebeln.

Inulin findet sich auch in einigen verarbeiteten Nahrungsmitteln als Ersatz für Fett wieder. Hierzu gehören unter anderem Schokoriegel, Joghurt, Käse und Eiscreme. Wenn Inulin auf eine bestimmte Art und Weise mit Wasser gemischt wird, kann es bei diesen Nahrungsmitteln die Textur von Fett nachahmen.

 

Risiken und Nebenwirkungen?

Inulin kann allergische Reaktionen hervorrufen, zu deren Symptomen Asthma, Hautausschlag und Kontaktdermatitis gehören.

Man sollte Inulin meiden, wenn man auf Mitglieder der Beifuß Pflanzenfamilie oder Chicoree allergisch reagiert.

Weitere Nebenwirkungen von Inulin umfassen ein Aufblähen, Magenkrämpfe, dünner Stuhl, Blähungen und häufigerer Stuhlgang.

 

Risiken

Inulin und andere Prebiotika werden im Allgemeinen als sicher und unbedenklich angesehen. Chicoree und aus Chicoree hergestelltes Inulin sollten von schwangeren Frauen jedoch gemieden werden, da Chicoree zu Fehlgeburten führen kann. Darüber hinaus kann Chicoree – und unter Umständen auch aus Chicoree hergestelltes Inulin – Wechselwirkungen mit bestimmten Medikamenten und Supplements besitzen.

 

Interaktionen

Inulin kann die Menge an Kalzium, die vom Körper aufgenommen wird, erhöhen.

 

Referenzen

  1. Raninen, K. Nutrition Reviews, January 2011.
  2. Bonnema, A. Journal of the American Dietetic Association, June 2010.
  3. Natural Standard Bottom Line Monograph: "Chicory (Cichorium intybus)."
  4. Marteau, P. International Journal of Food Sciences and Nutrition, March 2011.
  5. Charalampopoulos, D. Current Opinion in Biotechnology, April 2012.
  6. Kelly, G. Alternative Medicine Review, March 2009.
  7. AltCareDex: "Inulin."

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