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Gelbwurzel

Curcuma longa L., Curcuma domestica Val., Goldenseal, Gelbwurzel.
Die Gelbwurzel ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, deren spiralig angeordneten Blätter bis zu 1,2 m hoch wachsen. Die gelben Blüten erscheinen auf einem 15 bis 20 cm langem, von den Blattstielen umschlossenen Stängel und sind zapfenartig angeordnet. Verwendet wird das nach dem Welken der Blätter geerntete Rhizom. Vor der Trocknung werden die Wurzelstöcke mit heißem Wasser gebrüht, um ein Austreiben zu verhindern. Dadurch verkleistert die Stärke und der austretende Farbstoff färbt das ganze Gewebe orangegelb.
Die Gelbwurzel wird vor allem als Gewürz verwendet und verleiht dem Curry die gelbe Färbung.

Anwendung

Die Gelbwurzel enthält ätherisches Öl, Curcuminoide, die auch für die gelbe Farbe verantwortlich sind, und immunologisch aktive Polysaccharide. Zubereitungen aus der Gelbwurzel wirken anregend auf den Gallefluss, blutfettsenkend, antioxidativ, entzündungshemmend, leberschützend, hemmend auf das Wachstum von Bakterien und sollen auch eine gewisse Wirkung gegen Krebs aufzeigen.

Klinisch belegt ist allerdings nur die Wirkung auf die Galle, so dass die Gelbwurzel nur bei Verdauungsbeschwerden, die auf eine ungenügende Gallenproduktion zurückzuführen ist, wie Blähungen und Völlegefühl, empfohlen werden kann.
Die Gelbwurzel findet ebenfalls Verwendung als Gewürz (Tumeric, Curry) und als insektenabwehrendes Mittel (z.B. zeigen Beimengungen von 1 bis 2 % zu Getreide eine Schutzwirkung gegenüber Schädlingen).


Laborversuch: Gelbwurzel gegen Hautkrebs

Gelber Farbstoff verhindert in Zellkulturen das Wachstum von Krebszellen
Curcumin, der natürliche Farbstoff aus der Gelbwurzel Curcuma, hemmt das Wachstum von Hautkrebszellen und fördert ihr Absterben. Dies entdeckten US-amerikanische Wissenschaftler bei der Untersuchung von Zellkulturen. Ihre Ergebnisse veröffentlichten sie in der Fachzeitschrift Cancer (2005, Online-Vorabveröffentlichung, DOI:10.1002/cncr.21216).

Die Gelbwurzel ist ein beliebtes Gewürz aus dem asiatischen Raum. Sie gehört zur Gattung der Ingwergewächse und wird u.a. bei der Herstellung von Curry verwendet. Seit längerem ist bekannt, dass ihr gelber Farbstoff Curcumin entzündungshemmende Eigenschaften besitzt und das Eiweiß Nuclear factor-B (NF-B) hemmt. Dieses Eiweiß spielt eine entscheidende Rolle für die Entwicklung von Krebszellen bei schwarzem Hautkrebs, dem sog. malignen Melanom.

In den Untersuchungen von Razelle Kurzrock und ihren Kollegen von der Universität Texas in Houston verhinderte Curcumin in Zellkulturen das Wachstum der Hautkrebszellen. Die Substanz löste außerdem den gesteuerten Zelltod (Apoptose) in den Krebszellen aus. Vermittelt wurde die dosisabhängige Wirkung über eine Hemmung von NF-B und einem weiteren Eiweiß, dem sog. Immune Complex Kinase Assay (IKK).

Kurkumapulver

0.5 bis 1 g mehrmals täglich zwischen den Mahlzeiten.

Maximale Tagesdosis: 1.5 bis 3 g

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