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Fieberkraut

Fenugreek - Bockshornklee - Trigonella foenum graecum

Die Pflanze

Der Bockshornklee (Trigonella foenum graecum) ist ein bis zu 50 cm hoher Schmetterlingsblütler, der mit kräftigen Wurzeln im Boden verankert ist. Die im Juni und Juli blühende Pflanze besitzt kleeähnliche Blätter und gelblich weiße Blüten. Charakteristisch sind die Fruchthülsen, die die Samen enthalten. Ihnen verdankt die Pflanze ihren Namen; Sie sehen aus, wie die Hörner eines Ziegenbocks. Seinen Ursprung hat der Bockshornklee in Mesopotamien. Als Kulturpflanze wird er jedoch vom Mittelmeerraum bis Zentralasien angebaut. In Deutschland findet man ihn wildwachsend häufig im Hafenbereich der Städte.

Auch der Bockshornklee ist eine uralte Heilpflanze, sie fand bereits in der hippokratischen Medizin Verwendung. Im antiken Griechenland wurden in Gerstenöl geröstete Bockshornkleesamen von Philosophen und ihren Schülern als "Denkhilfe" geknabbert; daher auch der gelegentliche Name "Philosophenklee". Als Lebensmittel wird Bockshornklee vor allem in Indien und den arabischen Staaten heute noch geschätzt. Die Samen sind Bestandteil des Currypulvers, und auch zum Würzen des Brotteigs sind sie oft unentbehrlich.

Die Biochemie des Bockshornklees

Neueren Analysen zufolge setzt sich der Bockshornklee hauptsächlich aus Kohlenhydraten, darunter vor allem Ballast- und Schleimstoffe sowie Proteinen und Fetten zusammen. Die Pflanze zeichnet sich durch einen hohen Kupfergehalt aus. Weitere wichtige Wirksubstanzen sind verschiedene Enzyme, essentielle Aminosäuren, Vitamin C und E, ß-Karotin, Protease-Inhibitoren, Mineralstoffe, Saponine, Tannine, Flavonoide, sowie ätherische Öle.


Die therapeutische Bedeutung des Bockshornklees

Sauerstoffoptimierung

Neueste Untersuchungen belegen, daß die im Bockshornklee enthaltene hochwertige Eiweißzusammensetzung sowie der hohe Kupfergehalt der Pflanze die Verwertung von Eisen und somit den Aufbau der roten Blutkörperchen fördert. Als Folge ist eine Verbesserung der Zellversorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen zu beobachten. Dieser Effekt, den Spitzensportler beim Höhentraining anstreben, ist die Grundvoraussetzung für maximales Leistungsvermögen, optimale Abwehrkraft und laufende Zellerneuerung.


Venen- und rheumatische Erkrankungen

Eine weitere Eigenschaft des Bockshornklees liegt in seiner nachgewiesenen ödemprotektiven Wirkung. Ödeme gelten als Schrittmacher für Venenerkrankungen, insbesondere Krampfadern und Hämorrhoiden. Experten vermuten, daß die in der Heilpflanze enthaltenen Saponine und Cumarine den Bockshornklee zu einem Venentherapeutikum der Zukunft machen werden.

Die Saponine stabilisieren nicht nur die Venen, durch sie wird auch das körpereigene Cortison langsamer abgebaut. Im Blut liegt dann ein erhöhter Cortisonspiegel vor, der ohne Nebenwirkungen für ausreichenden Gelenkschutz sorgt. So ist Bockshornklee mit seiner entzündungshemmenden Wirkung ebenso bei Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises einsetzbar.


Stoffwechselregulation

Im Zusammenhang mit Herz-Kreislauf Erkrankungen sind Saponine potente Cholesterin- "Regler". Als weiteren Effekt steigern sie die Freisetzung von Galensäure, die wiederum das Cholesterin bindet und so dessen Ausscheidung begünstigt. Den Saponinen wird außerdem eine immunstimulierende Wirkung und ein antidiabetischer, blutzuckersenkender Effekt (zusammen mit den Protease-Inhibitoren) zugeschrieben. Unterstützt wird eine diätetische Ernährungsweise durch ein Sättigungsgefühl, das durch den hohen Gehalt an Schleim- und Ballaststoffen im Bockshornklee hervorgerufen wird.


Referenzen

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