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Equol

Überblick

Equol stammt aus Soja. Wenn Soja verzehrt wird, dann wandeln bestimmte Bakterien im Verdauungstrakt in Soja enthaltene Chemikalien in Equol um. Es sind jedoch nur 30 bis 60 % aller Menschen dazu in der Lage, in Soja enthaltene Chemikalien in Equol umzuwandeln. Einige Studien haben gezeigt, dass Menschen, die dazu in der Lage sind Equol im Verdauungstrakt zu produzieren, von mehr Gesundheitsvorzügen von Soja profitieren.

Equol wird verwendet, um Symptome der Menopause wie Hitzewallungen zu reduzieren. Es wird außerdem verwendet, um vor Osteoporose zu schützen und Falten der Haut zu reduzieren. Andere Anwendungen umfassen die Verhinderung des metabolischen Syndroms, die Verhinderung von Erkrankungen des Herzens und der Blutgefäße, die Behandlung von hohen Cholesterinspiegeln und Diabetes, sowie die Verhinderung von Brustkrebs und Prostatakrebs.

Es gibt unterschiedliche Formen von Equol: R-Equol und s-Equol. Die meisten kommerziellen Equol Produkte enthalten s-Equol.

 

Wie wirkt Equol?

Equol ist eine Chemikalie, die einige Wirkungen besitzt, die denen von Östrogen ähneln, doch es ist sehr viel wenige wirkungsvoll als Östrogen.

 

Wie effektiv ist Equol?

Equol ist möglicherweise effektiv, wenn es zur Linderung von Symptomen der Menopause eingesetzt wird. Die orale Einnahme von Equol scheint Symptome der Menopause inklusive Hitzewallungen bei Frauen zu lindern, die Equol nicht selbst aus Soja herstellen können.

Es gibt nicht genügend wissenschaftliche Daten, um eine Aussage bezüglich der Effektivität von Equol bei folgenden Anwendungsbereichen treffen zu können:

  • Metabolisches Syndrom: Es gibt Hinweise darauf, dass S-Equol einige der Gesundheitsrisiken reduzieren könnte, die bei übergewichtigen Männern und Frauen die Wahrscheinlichkeit für eine Entwicklung des metabolischen Syndroms erhöhen können.
  • Reduzierung des Osteoporoserisikos: Es gibt Hinweise darauf, dass die Einnahme von S-Equol den Knochenabbau bei Frauen, die Equol nicht selbst aus Soja herstellen können, kurz vor oder nach der Menopause verlangsamen könnte.
  • Faltige Haut: Es gibt einige Hinweise darauf, dass S-Equol so genannte Krähenfüße bei postmenopausalen Frauen, die Equol nicht selbst aus Soja herstellen können, reduzieren könnte.

Auch bezüglich der Wirksamkeit von Equol bei Brustkrebs, Diabetes, Herzkrankheiten, hohen Cholesterinspiegeln und Prostatakrebs gibt es nicht genügend wissenschaftliche Daten.

Es bedarf weiterer wissenschaftlicher Untersuchungen, um die Effektivität von Equol bei all diesen Anwendungen bewerten zu können.

 

Sicherheit und Nebenwirkungen

Die Einnahme von Equol Supplements für bis zu einem Jahr ist wahrscheinlich sicher und unbedenklich. Equol kann milde Nebenwirkungen wie Verstopfung, ein aufgeblähtes Gefühl und Schwindel verursachen. Es kann außerdem bei einigen Menschen allergische Reaktionen inklusive Hautausschlag hervorrufen.

 

Vorsichtsmaßnahmen und Warnungen

Schwangerschaft und Stillzeit: Es ist nicht genug über die Verwendung von Equol während Schwangerschaft und Stillzeit bekannt. Aus diesem Grund sollten schwangere und stillende Frauen besser auf Equol verzichten.


Brustkrebs: Die Wirkungen von Equol bei Menschen, die unter Brustkrebs leiden, sind unklar. Einige Untersuchungen kommen zu dem Ergebnis, dass Equol die Entwicklung bestimmter Arten von Brustkrebs fördern könnte, da es wie Östrogen wirken kann. Andere Studien haben herausgefunden, dass Equol vor Brustkrebs zu schützen scheint. Da es nicht genügend verlässliche Informationen über die Wirkungen von Equol bei Frauen, die unter Brustkrebs leiden, in der Vergangenheit unter Brustkrebs gelitten haben oder ein erhöhtes erblich bedingtes Risiko für Brustkrebs aufweisen, gibt, ist es für diese Gruppe von Frauen besser Equol zu meiden, bis mehr bekannt ist.

 

Wechselwirkungen

Zum augenblicklichen Zeitpunkt liegen keine Informationen über Wechselwirkungen von Equol mit Medikamenten oder Supplements vor.

 

Dosierung

Folgende Dosierungen wurden im Rahmen wissenschaftlicher Untersuchungen untersucht:

Oral:

  • Für Symptome der Menopause wie Hitzewallungen: 10 bis 40 mg pro Tag auf mehrere Einzelgaben aufgeteilt.
  • Zur Verhinderung von Osteoporose: 10 mg pro Tag.
  • Zur Reduzierung von Falten: 5 bis 15 mg zweimal täglich.
  • Für das metabolische Syndrom: 10 mg pro Tag.

 

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