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Digitalis

Überblick

Digitalis ist eine Pflanze, die zur Herstellung von Medizin verwendet wird. Auch wenn die oberhalb der Erde wachsenden Teile dieser Pflanze zur Herstellung von Medizin verwendet werden können, ist Digitalis für eine Selbstmedikation nicht sicher und unbedenklich, da alle Teile der Pflanze giftig sind.

Aus der Digitalis gewonnene Chemikalien werden verwendet, um das Medikament Digoxin herzustellen. Digitalis lnata ist die primäre Quelle für Digoxin.

Digitalis wird bei Herzinsuffizienz und zur Linderung begleitender Wassereinalgerungen, unregelmäßigem Herzschlag inklusive Vorhofflimmer, Asthma, Epilepsie, Tuberkulose, Verstopfung, Kopfschmerzen und Spasmen verwendet. Darüber hinaus wird Digitalis als Brechmittel und zur Heilung von Wunden und Verbrennungen eingesetzt.

 

Wie wirkt Digitalis??

Digitalis enthält Chemikalien, aus denen das verschreibungspflichtige Medikament Digoxin hergestellt wird. Diese Chemikalien können die Stärke der Herzmuskelkontraktionen erhöhen, die Herzfrequenz steigern und die Pumpleistung des Herzens erhöhen.

 

Wie effektiv ist Digitalis?

Digitalis ist wahrscheinlich effektiv, wenn es bei unregelmäßigem Herzrhythmus wie Vorhofflimmern, sowie bei Herzinsuffizienz und hiermit in Verbindung stehenden Wassereinlagerungen eingesetzt wird.

Es gibt nicht genügend wissenschaftliche Daten, um eine Aussage bezüglich der Effektivität von Digitalis bei Asthma, Epilepsie, Tuberkulose, Verstopfung, Kopfschmerzen, Spasmen, Wunden und Verbrennungen, sowie bei einer Verwendung als Brechmittel treffen zu können. Es bedarf weiterer wissenschaftlicher Untersuchungen, um die Effektivität von Digitalis bei diesen Anwendungen bewerten zu können.

 

Sicherheit und Nebenwirkungen

Die Verwendung von Digitalis ohne ärztliche Überwachung ist für niemanden sicher und unbedenklich. Einige Menschen reagieren besonders empfindlich auf die toxischen Nebenwirkungen von Digitalis und sollten bei einer Verwendung besonders vorsichtig sein.

Digitalis kann eine unregelmäßige Herzfunktion und den Tod hervorrufen. Signale einer Digitalis Vergiftung umfassen Magenprobleme, kleine Pupillen, verschwommenes Sehen, einen starken langsamen Puls, Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, exzessiven Harndrang, Erschöpfung, Muskelschwäche und Zittern, Benommenheit, Verwirrung, Zuckungen, abnormalen Herzschlag und Tod. Eine Langzeitanwendung von Digitalis kann zu Symptomen einer Vergiftung inklusive visuellen Halluzinationen, einem gelb-grünen Sehen und Magenverstimmungen führen.

Es gab schon Todesfälle durch eine Verwechslung von Digitalis mit Beinwell.

 

Vorsichtsmaßnahmen und Warnungen

Schwangerschaft und Stillzeit: Eine Selbstmedikation mit Digitalis ist nicht sicher und unbedenklich und sollte vermieden werden.

Herzkrankheiten: Auch wenn Digitalis bei einigen Herzproblemen wirkungsvoll ist, ist eine Verwendung ohne ärztliche Kontrolle zu gefährlich. Herzkrankheiten bedürfen der Diagnose, der Behandlung und der Überwachung durch einen Arzt.

Erkrankungen der Nieren: Menschen, die unter Nierenmerkrankungen leiden, können Probleme mit Abbau und Ausscheidung von Digitalis haben. Dies kann das Risiko für eine Ansammlung von Digitalis im Körper und eine Digitalis Vergiftung erhöhen.

 

Wechselwirkungen

Digitalis sollte nicht in Verbindung mit folgenden Medikamenten verwendet werden:

Digoxin

Digoxin hilft dem Herz dabei kräftiger zu schlagen. Auch Digitalis scheint das Herz zu beeinflussen. Die Einnahme von Digitalis in Verbindung mit Digoxin könnte die Wirkung von Digoxin und das Risiko für Nebenwirkungen erhöhen. Aus diesem Grund sollte man Digitalis erst nach vorhergehender Rücksprache mit dem behandelnden Arzt verwenden, wenn man Digoxin einnimmt.

 

Chinin

Digitalis kann das Herz beeinflussen. Auch Chinin kann das Herz beeinflussen. Die Einnahme von Chinin in Verbindung mit Digitalis könnte ernsthafte Herzprobleme verursachen.

 

Bei der Kombination von Digitalis mit folgenden Medikamenten sollte man vorsichtig sein:

Antibiotika (Makrolid-Antibiotka)

Digitalis kann das Herz beeinflussen. Einige Antibiotika können die Menge an Digitalis, die der Körper absorbiert, erhöhen. Eine Erhöhung der absorbierten Menge von Digitalis könnte Wirkungen und Nebenwirkungen von Digitalis verstärken.

Zur Gruppe der Makrolide-Antibiotika gehören unter anderem Erythromycin, Azithromycin und Clarithromycin.

 

Antibiotika (Tetracylin-Antibiotka)

Die Einnahme von Tetracylin-Antibiotika in Verbindung mit Digitalis könnte das Risiko für Nebenwirkungen durch Digitalis erhöhen.

Zur Gruppe der Tetracylin-Antibiotika gehören unter anderem Demeclocyclin, Minocyclin und Tetracyclin.

 

Anregende Abführmittel

Digitalis kann das Herz beeinflussen. Das Herz verwendet Kalium. Anregende Abführmittel können die Kaliumspiegel im Körper senken und niedrige Kaliumspiegel können das Risiko für Nebenwirkungen von Digitalis erhöhen.

 

Diuretika

Digitalis kann das Herz beeinflussen. Diuretika können die Kaliumspiegel im Körper senken. Niedrige Kaliumspiegel können das Risiko für Nebenwirkungen von Digitalis erhöhen.

 

Dosierung

Eine angemessene Dosierung von Digitalis hängt von unterschiedlichen Faktoren wie Alter, Gesundheitszustand und weiteren ab. Zum augenblicklichen Zeitpunkt gibt es keine ausreichenden wissenschaftlichen Daten, um eine Aussage über angemessene Dosierungsbereiche für Digitalis treffen zu können. Aus diesem Grund sollte man sich an die Dosierungsanleitung auf dem Etikett halten und/oder vor der Verwendung einen Arzt oder Apotheker fragen.

 

Referenzen:

  1. Burnham TH, ed. Drug Facts and Comparisons, Updated Monthly. Facts and Comparisons, St. Louis, MO.
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