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DMAE

Aktiviert die höheren Gehirnfunktionen und verbessert so Denk- und Gedächtnisleistung sowie Lern- und Konzentrationsfähigkeit. Dimethylaminoethanol (DMAE) steuert alterungsbedingten Störungen bzw. Einbußen der Hirnleistung wirkungsvoll entgegen und hilft mit, wichtige kognitive Funktionen fit zu halten.


Grundlagen

DMAE ist immer in kleinen Mengen im Gehirn zu finden. Wenn man es künstlich zuführt, sind die verbesserten Gehirnfunktionen deutlich nachweisbar. DMAE wird als nootropische Substanz bezeichnet. Nootropika sind Stoffe, welche die Hirnleistung (im Sinne einer Aktivierung gestörter Adaptationsleistungen) verbessern sollen. Sie aktivieren höhere Gehirnfunktionen und regen die kortikale Vigilanz an. Weiters werden sie für die funktionale Trennschärfe im Telenzephalon (Endhirn) sowie für die Wiederherstellung bestimmter Teile des höheren Nervensystems verantwortlich gemacht. Bemerkenswert bei nootropischen Substanzen ist, dass sie nicht in die subkortikalen Abläufe eingreifen, wie sie im Hirnstamm (retikuläres und limbisches System) stattfinden, sondern nur über die kortikalen Systeme direkt auf das Bewusstsein einwirken. Obwohl die neurochemischen Abläufe noch nicht vollständig erforscht sind, ist bekannt, dass die nootropischen Aktivitäten nur bestimmte Hirnregionen beeinflussen. Diese Stoffe beeinflussen die Zellmembranen hinsichtlich Durchlässigkeit und Stressresistenz, außerdem wirken sie auf die Serotoninbildung ein. Nootropische Substanzen wie DMAE werden vor allem hinsichtlich der altersbedingten Abnahme der Geistesfunktionen (z.B. Morbus Alzheimer) und des Alterungsprozesses erforscht.

 

Wirkungen

Dimethylaminoethanol (DMAE) ist eine nootropische Substanz, deren Wirkung möglicherweise über eine Erhöhung der Konzentration des Neurotransmitters Acetylcholin im Gehirn vermittelt wird. Klinisch zeigt sich diese Wirkung in einer Besserung von Störungen der Hirnfunktionen und der Hirnleistung, insbesondere der Symptome Gedächtnisstörungen, Konzentrationsschwäche, Antriebsarmut, gesteigerte Ermüdbarkeit und depressive Verstimmung. Beispielsweise wurden Patienten untersucht, die unter Angstzuständen litten. Bei den Versuchspersonen, die DMAE erhielten, wurde eine deutliche Steigerung der Synchronisation der beiden Gehirnhälften festgestellt. Die neuro-motorische Kontrolle wurde verbessert, das Vokabelgedächtnis gesteigert und die Angstzustände konnten leichter verarbeitet werden. DMAE ist positiv einsetzbar bei Verhaltensund Lernproblemen wie Hyperaktivität, Hyperkinese (unwillkürlich ablaufende Bewegungen) und Aufmerksamkeitsdefiziten, die vor allem, aber nicht nur, bei Kindern auftreten. In einer Studie an 100 Versuchspersonen wurde gezeigt, dass DMAE gegen chronische Müdigkeit und leichte Depressionen wirkt. Motivation und Persönlichkeitsentfaltung konnten ebenso wie der Schlaf verbessert werden. In einem Tierversuch mit Ratten wurde festgestellt, dass DMAE wasserunlösliche Strukturen von Protein, die mit zunehmendem Alter u.a. im Gehirngewebe auftreten, auflöste. Diese Proteinstrukturen werden von freien Radikalen verursacht. In anderen Studien konnte DMAE das vermehrte Auftreten von Abnutzungspigmenten (Lipofuzin), einer Alterserscheinung im Gehirn und im Herzmuskel, verhindern. DMAE unterstützt dabei Enzyme, die als Antioxidantien die Entstehung der freien Radikale hemmen. Spätdyskinesie (Dyskinesia tarda), eine Krankheit, die vor allem die Muskelmotorik im Gesicht befällt, wird meist durch langjährige Behandlung mit Neuroleptika ausgelöst. Bei langjährigen Tests wurde festgestellt, dass die gleichzeitige Zugabe von DMAE den Krankheitsverlauf der Spätdyskinesie hemmt und so die Neuroleptika weiter verabreicht werden konnten. Auch bei anderen Erkrankungen des extrapyramidalen Systems wie z.B. bei Akathisie (Unvermögen, ruhig zu sitzen) konnte mit DMAE nachweislich Linderung verschafft werden.

 


DMAE Auf einen Blick steigert und beeinflusst

  • Vigilanz, Geistesgegenwärtigkeit und Stimmung
  • Gedächtnisleistung und Lernbereitschaft
  • physische und psychische Energie
  • das Schlafverhalten, indem es die Müdigkeit am Tag vermindert und für einen tiefen Schlaf in der Nacht sorgt
  • Anti-Alterungs-Effekt

Indikationen

Hauptanwendung ist die Verbesserung von Hirnleistung und Hirnfunktion und der Stimmungslage.

DMAE – Dimethylaminoethanol zielt auf die Verbesserung höherer Hirnfunktionen wie Denken und Gedächtnis sowie Lernen und Konzentration ab. Damit verbunden ist eine Anhebung der Vigilanz und der Stimmung. Zusätzlich fördert DMAE ein normales Schlafmuster – der Schlaf wird tiefer und die Müdigkeit während des Tages geringer. Aufgrund der Unterstützung von Antioxidantien und der Hemmung freier Radikale werden auch Alterungsprozesse, insbesondere im Gehirn, verlangsamt.


Nebenwirkungen/ Kontraindikationen

Es sind keine wesentlichen Nebenwirkungen von DMAE bekannt. In klinischen Studien wurde festgestellt, dass DMAE in einigen Fällen die depressive Phase steigern kann. DMAE darf daher nicht von Epileptikern und Personen, die an manisch-depressiver Krankheit leiden, eingenommen werden. Bei Überdosierung kann es zu Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen und Muskelverspannungen kommen. Diese Symptome verschwinden aber bei Reduzierung der Dosis. Jedoch wird empfohlen, die Anweisungen des jeweiligen Produktes zu befolgen.


Referenzen

  1. Kazamatsuri H, Chien C, Cole JO. Therapeutic approaches to tardive dyskinesia. Arch Gen Psychiatry 1972;27:491-9.
  2. Sergio W. Use of DMAE (2-dimethylaminoethanol) in the induction of lucid dreams. Med Hypotheses 1988;26:255-7.
  3. Dimpfel W, Wedekind W, Keplinger I.Efficacy of dimethylaminoethanol (DMAE) containing vitamin-mineral drug combination on EEG patterns in the presence of different emotional states.Eur J Med Res. 2003 May 30;8(5):183-91.
  4. Myers, D.G. (2001). Psychology: sixth edition. New York, NY: Worth Publishers. P. 52

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