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Coconut Oil

Kokosöl (Coconut Oil)

Überblick

Die Kokosnuss ist die Frucht der Kokospalme. Das Öl der Kokosnuss wird zur Herstellung von Medizin verwendet.

Einige Kokosölprodukte werden als “virgines” Kokosöl bezeichnet. Anders als bei Olivenöl gibt es jedoch keinen Industriestandard für die Bezeichnung „virgines“ Kokosöl. Der Begriff hat sich für Kokosöl eingebürgert, dass unverarbeitet ist. Virgines Kokosöl wurde z.B. nicht gebleicht, desodoriert oder raffiniert.

Bei einigen Kokosölprodukten ist angegeben, dass es sich um kaltgepresstes Kokosöl handelt. Dies bedeutet im Allgemeinen, dass eine mechanische Methode für das Auspressen des Öls verwendet wird und hierbei keine zusätzliche Hitzequelle zum Einsatz kommt. Der hohe Druck, der benötigt wird, um das Öl auszupressen, generiert eine gewisse natürliche Wärme, doch diese Temperatur wird kontrolliert, so dass sie 50 Grad Celsius nicht übersteigt.

Kokosöl wird bei Diabetes, Herzkrankheiten, chronischer Erschöpfung, Morbus Crohn, Reizdarmsyndrom, Alzheimer, Erkrankungen der Schilddrüse, sowie zur Steigerung der Energie und zur Förderung der Funktion des Immunsystems verwendet. Ironischerweise verwenden einige Menschen Kokosöl trotz seines hohen Kaloriengehalts und seines hohen Gehalts an gesättigten Fetten, um Gewicht zu verlieren und die Cholesterinspiegel zu senken.

Kokosöl wird manchmal als Feuchtigkeitsspender und zur Behandlung von Schuppenflechte auf die Haut aufgetragen.

Wie wirkt Kokosöl?

Kokosöl ist reich an einer speziellen Sorte gesättigter Fette, die als mittekettige Triglyzeride (MCTs) bezeichnet werden. Diese Fette werden im Körper anders als andere Typen von gesättigten Fetten behandelt. Die Untersuchungen der Wirkungen dieser Typen von Fetten befinden sich jedoch noch in den Kinderschuhen.

Wenn es auf die Haut aufgetragen wird, besitzt Kokosöl eine feuchtigkeitsspendende Wirkung

Wie effektiv ist Kokosöl?

Es gibt nicht genügend wissenschaftliche Daten, um eine Aussage bezüglich der Effektivität von Kokosöl bei folgenden Anwendungsbereichen treffen zu können:

  • Kopfläuse: Neue Untersuchungen zeigen, dass ein Spray, das Kokosöl, Anisöl, und Ylang Ylang Öl enthält, bei der Behandlung von Kopfläusen bei Kindern effektiv zu sein scheint. Dieses Spray scheint genauso gut wie ein Spray zu wirken, das chemische Insektizide enthält.
  • Schuppenflechte: Das Auftragen von Kokosöl vor einer Behandlung von Schuppenflechte mit UV-B Licht oder mit Psoralen und UV-A Licht scheint die Wirksamkeit der Behandlung nicht zu verbessern.
  • Herzkrankheiten: Eine in Indien durchgeführte Studie legt nahe, dass der Verzehr von Kokosnüssen oder die Einnahme von Kokosöl die Wahrscheinlichkeit einen Herzinfarkt zu erleiden oder Brustschmerzen zu entwickeln, nicht zu beeinflussen scheint.
  • Übergewicht: Einige neue Untersuchungen zeigen, dass die Einnahme von 10 ml Kokosöl dreimal täglich den Taillenumfang nach 1 bis 6 Wochen der Behandlung reduzieren könnte.
  • Hohe Cholesterinspiegel: Einige Untersuchungen legen nahe, dass der Verzehr von Kokosöl mit einer Erhöhung der Spiegel des „guten“ HDL Cholesterins in Verbindung gebracht werden, kann, während es die Spiegel des „schlechten“ Cholesterins nicht erhöht.

Auch bezüglich der Wirksamkeit von Kokosöl bei Alzheimer, Diabetes, chronischer Erschöpfung, Morbus Crohn, Reizdarmsyndrom und Erkrankungen der Schilddrüse gibt es nicht genügend wissenschaftliche Daten.

Es bedarf weiterer wissenschaftlicher Untersuchungen, um die Effektivität von Kokosöl bei all diesen Anwendungen bewerten zu können.

Sicherheit und Nebenwirkungen

Kokosöl ist für die meisten Menschen sicher und unbedenklich, wenn es in den Mengen verwendet wird, die man für gewöhnlich in Nahrungsmitteln findet. Es scheint auch sicher und unbedenklich zu sein, wenn es in Kombination mit anderen Heilpflanzen auf die Kopfhaut aufgetragen wird.

Da Kokosöl einen hohen Gehalt an gesättigten Fetten aufweist gibt es Bedenken, dass es bei Verwendung hoher Mengen das Körpergewicht oder die Cholesterinspiegel erhöhen könnte. Diese Bedenken wurden jedoch bisher nicht durch wissenschaftliche Untersuchungen belegt.

Die Sicherheit der Verwendung von Kokosöl in medizinischen Mengen ist nicht bekannt.

Vorsichtsmaßnahmen und Warnungen

Schwangerschaft und Stillzeit: Kokosöl ist für schwangere und stillende Frauen bei einer Verwendung nahrungsmittelüblicher Mengen sicher und unbedenklich. Es ist jedoch nichts über die Sicherheit der Verwendung höherer medizinischer Mengen bekannt, weshalb schwangere und stillende Frauen bei nahrungsmittelüblichen Mengen bleiben sollten.

Hohe Cholesterinspiegel: Es gibt Bedenken, dass Kokosöl das “schlechte” LDL Cholesterin erhöhen könnte. Doch es gibt widersprüchliche Hinweise, die zeigen, dass Kokosöl in Wirklichkeit das „gute“ Cholesterin erhöhen könnte, ohne hierbei eine nennenswerte Auswirkung auf das Gesamtcholesterin oder das „schlechte“ Cholesterin zu besitzen.

Wechselwirkungen

Zum augenblicklichen Zeitpunkt liegen keine Informationen über Wechselwirkungen von Kokosöl mit Medikamenten oder Supplements vor.

Dosierung

Eine angemessene Dosierung von Kokosöl hängt von unterschiedlichen Faktoren wie Alter, Gesundheitszustand und weiteren ab. Zum augenblicklichen Zeitpunkt gibt es keine ausreichenden wissenschaftlichen Daten, um eine Aussage über angemessene Dosierungsbereiche für Kokosöl treffen zu können. Aus diesem Grund sollte man sich an die Dosierungsanleitung auf dem Etikett halten und/oder vor der Verwendung einen Arzt oder Apotheker fragen.

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