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Cinnamon

Zimt ist am besten als Gewürz bekannt, das auf Milchkaffee gestreut und bei Weihnachtsgebäck verwendet wird, doch Extrakte aus der Rinde des Zimtbaumes werden überall auf der Welt auch traditionell als Medizin verwendet.

 

Wofür wird Zimt verwendet?

Einige wissenschaftliche Untersuchungen haben herausgefunden, dass ein bestimmter Typ von Zimt, der als Zimtkassie bezeichnet wird, den Blutzuckerspiegel bei Menschen, die unter Diabetes leiden, senken kann. Andere Studien konnten solche Vorzüge jedoch nicht bestätigen. Studien, die Zimt zur Senkung der Cholesterinspiegel und zur Behandlung von Hefepilzinfektionen bei HIV Patienten untersuchten, kamen zu widersprüchlichen Ergebnissen.

Laborstudien haben herausgefunden, dass Zimt Entzündungen hemmen könnte, antioxidative Eigenschaften besitzt und Bakterien bekämpft. Es ist jedoch unklar, was die Implikationen hiervon für den Menschen sind.

Zum jetzigen Zeitpunkt sind die Studienergebnisse durchwachsen und es ist unklar, ob Zimt bei der Verbesserung der Gesundheit eine Rolle spielen kann.

 

Einnahmeempfehlung?

Da es sich bei der Verwendung von Zimt um eine Behandlungsmethode mit nicht erwiesener Wirkung handelt, gibt es keine offizielle Dosierungsempfehlung. Einige Quellen empfehlen ½ bis 1 Teelöffel (2 bis 4 Gramm) Zimtpulver pro Tag. Im Rahmen von Studien wurden zwischen 1 Gramm und 6 Gramm Zimt verwendet. Sehr hohe Dosierungen können toxisch sein.

 

Kann man Zimt natürlich über die Nahrung zu sich nehmen?

Zimt ist in unzähligen Nahrungsmitteln enthalten. Wenn man Zimt im Geschäft als Gewürz kauft, kann es sich hierbei um einen von zwei Typen oder um eine Mischung aus beiden handeln. Es handelt sich entweder um „echten“ Zimt, der auch als Ceylon Zimt bezeichnet wird und der leichter zu mahlen, aber weniger effektiv bei Diabetes ist, oder es handelt sich, was wahrscheinlicher ist, um den dunkleren Zimtkassie Zimt.

Risiken und Nebenwirkungen

Nebenwirkungen

Für gewöhnlich besitzt Zimt keine Nebenwirkungen. Die Verwendung großer Mengen kann Mund und Lippen reizen und wunde Stellen hervorrufen. Bei einigen Menschen kann Zimt allergische Reaktionen hervorrufen. Auf die Haut aufgetragen kann Zimt Rötungen und Hautreizungen hervorrufen.

 

Risiken

Zimt scheint für die meisten Menschen bei einer oralen Einnahme von bis zu 6 Gramm täglich für einen Zeitraum von 6 Wochen sicher und unbedenklich zu sein. Einige Menschen können allergisch auf Zimt oder einen seiner Bestandteile reagieren. Sehr große Mengen an Zimt können toxisch sein, was insbesondere bei Menschen gilt, die unter Leberproblemen leiden. Da Zimt den Blutzucker senken kann, kann es bei Diabetikern notwendig sein, die Medikation anzupassen, wenn sie Zimt als Supplement verwenden. Menschen, die unter Krebsarten wie z.B. Brustkrebs leiden, die durch Hormone beeinflusst werden, sollten Zimt nicht einnehmen. Der Inhaltsstoff Cumarin, der in einigen Zimtprodukten enthalten ist, kann Leberprobleme verursachen. Aufgrund der mangelnden Daten bezüglich der Sicherheit sollte Zimt von Kindern oder schwangeren oder stillenden Frauen nicht als Supplement eingenommen werden.

 

Wechselwirkungen

Wenn man Medikamente einnimmt, sollte man vor der Verwendung von Zimt Supplements mit dem behandelnden Arzt sprechen. Zimt Supplements könnten mit Antibiotika, Diabetesmedikamenten, Blutverdünnern, Herzmedikamenten und weiteren Medikamenten interagieren.

 

Referenzen:

  1. Baker WL, Gutierrez-Williams G, White CM, et al. Effect of cinnamon on glucose control and lipid parameters.Diabetes Care. 2008;31(1):41–43.
  2. Cassia Cinnamon. Natural Medicines Comprehensive Database Web site. Accessed at naturaldatabase.com on October 7, 2011.
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  4. Cinnamon bark. In: Blumenthal M, Goldberg A, Brinckman J, eds.Herbal Medicine: Expanded Commission E Monographs. Newton, MA: Lippincott Williams & Wilkins; 2000:65–67.
  5. Cinnamon bark. Natural Medicines Comprehensive Database Web site. Accessed at naturaldatabase.com on October 7, 2011.
  6. Cinnamon bark, Chinese. In: Blumenthal M, Goldberg A, Brinckman J, eds.Herbal Medicine: Expanded Commission E Monographs. Newton, MA: Lippincott Williams & Wilkins; 2000:68–71.

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