SUBSTANZEN Es gibt zurzeit 1006 Substanzen

Es wurden keine Übereinstimmungen gefunden. Bitte versuchen Sie es mit einem anderen Begriff.

Burdock

 Wo kommt es her?

Die Klette (Articum lappa) ist eine krautartige, blassgrüne blühende Pflanze aus der Familie der Distelgewächse. Ausgewachsene Pflanzen können eine Höhe von bis zu 1,30 Metern erreichen. Kletten gedeihen am besten in feuchten Gegenden und sind in China, Europa und Nordamerika heimisch.

 

Wie wirkt es?

Und welche wissenschaftlichen Studien belegen dies?
Die Wurzeln, Samen und Blätter der Klette werden in der Medizin verwendet und enthalten folgende Inhaltsstoffe:

 

  • Polyazetyl
  • Chlorsäure
  • Taraxosterol
  • Arctigen
  • Inulin
  • Lactone
  • Essentielle Öle
  • Flavonoide
  • Tannin
  • Schleim
  • Harz
  • Kalium
  • Eisem
  • Kalzium

 

Die Klette wird seit langem überall auf der Welt in der traditionelle Medizin eingesetzt (1) um Verstauchungen, Gelenkschmerzen, Geschwüre, Drüsenschwellungen, Skorbut, Verbrennungen, Entzündungen und andere leichte Beschwerden zu behandeln (2).
Die Klette ist ein gängiger Inhaltsstoff vieler Supplements, die den Körper entgiften sollen. Die in der Klette enthaltenen Wirkstoffe regen die Schweißbildung an und wirken abführend. Es gibt Hinweise darauf, dass hierdurch die Ausscheidung von Giftstoffen angeregt wird, was die Entgiftung des Körpers und die Reinigung des Blutes fördert (3).
Auch wenn noch weitere Untersuchungen notwendig sind, gibt es wissenschaftliche Hinweise darauf, dass die Klette ein effektives Entgiftungsmittel ist und eine tumorbekämpfende Wirkung besitzen könnte (4, 5). Weiterhin verbessert sie die Gesundheit der Leber, Nieren und des Darms (6).
Es konnte nachgewiesen werden, dass die Klette das Immunsystem stärkt und die Allgemeingesundheit verbessert, indem sie die Effizienz der weißen Blutkörperchen verbessert, das Wachstum von Pilzen und Bakterien hemmt und vor Infektionen, Erkältungen sowie Grippe schützt (7). Im kosmetischen Bereich wird die Klette zur Behandlung von Hautproblemen wie Akne, Schuppenflechte, Ekzeme, Schuppen sowie trockener oder fettiger Haut eingesetzt. Weiterhin verbessern die Wirkstoffe der Klette den Tonus der Haut, unterstützen die Verdauung und verhindern Blähungen und Wassereinlagerungen.
Schließlich besitz die Klette auch eine aphrodisierende Wirkung und hat einen positiven Einfluss auf Libido und sexuelle Leistungsfähigkeit bei Männern und Frauen.

 

Wer benötigt es?

Und gibt es Mangelerscheinungen?
Alle gesunden Erwachsenen können von einer Supplementation profitieren (siehe oben).
Die Klette ist kein essentieller Nährstoff und somit gibt es auch keine Mangelerscheinungen. Eine empfohlene Tagesdosis wurde bis jetzt nicht festgelegt.

 

Wie viel sollte eingenommen werden?

Die Einnahme sollte wie auf dem Etikett empfohlen erfolgen. Konsultieren Sie vor der Einnahme eines jeden Supplements Ihren Hausarzt.

 

Sicherheit und Nebenwirkungen

Kletten werden in Asien als Nahrungsmittel verwendet. Es gibt nicht genügend Informationen, um eine Aussage darüber treffen zu können, ob Klettenprodukte in medizinischen Dosierungen sicher und unbedenklich sind.

Kletten können bei Menschen, die allergisch auf bestimmte Blumen und Pflanzen reagieren, allergische Reaktionen hervorrufen. Auf die Haut aufgetragen können Klettenprodukte Hautausschläge hervorrufen.

 

Vorsichtsmaßnahmen und Warnungen

Schwangerschaft und Stillzeit: Es ist nicht genug über die Sicherheit von Klettenprodukten während Schwangerschaft und Stillzeit bekannt. Aus diesem Grund sollten schwangere und stillende Frauen sicherheitshalber auf Klettenprodukte verzichten.

Allergien auf Besenkraut und verwandte Pflanzen: Kletten könnten bei Menschen, die empfindlich auf Pflanzen der Asteraceae/Compositae Familie reagieren, allergische Reaktionen hervorrufen. Mitglieder dieser Pflanzenfamilie umfassen unter anderem Besenkraut, Chrysanthemen, Ringelblumen, Gänseblümchen und viele weitere. Wenn man unter Allergien leidet, sollte man vor der Einnahme von Klettenprodukten seinen Arzt konsultieren.

Operationen: Klettenprodukte könnte das Risiko für Blutungen während und nach Operationen erhöhen. Aus diesem Grund sollte man die Verwendung von Klettenprodukten mindestens 2 Wochen vor geplanten Operationen beenden.

Inulinunverträglickeit: Man sollte Klettenprodukte nicht verwenden, wenn man kein Inulin verträgt.

 

Wechselwirkungen

Bei einer Kombination von Klettenprodukten mit folgenden Medikamenten sollte man vorsichtig sein:

Diuretika

Man sollte Klettenprodukte nicht verwenden, wenn man entwässernde Medikamente einnimmt.

 

Medikamente, die die Blutgerinnung verlangsamen

Klettenprodukte könnten die Blutgerinnung verlangsamen. Die Einnahme von Klettenprodukten in Verbindung mit Medikamenten, die auch die Blutgerinnung verlangsamen, könnte das Risiko für Blutungen und die Neigung zu Blutergüssen erhöhen.

Einige Medikamente, die die Blutgerinnung verlangsamen können, umfassen unter anderem Aspirin, Diclofenac (Voltaren), Ibuprofen, Naproxen, Heparin, Warfarin und weitere.

 

Referenzen

  1. Leung AY, Foster S. Encyclopedia of Common Natural Ingredients Used in Food, Drugs, and Cosmetics, 2d ed. New York: John Wiley & Sons, 1996, 107-8.
  2. Iwakami S, Wu JB, Ebizuka Y, Sankawa U. Platelet activating factor (PAF) antagonists contained in medicinal plants: Lignans and sesquiterpenes. Chem Pharm Bull 1992;40:1196-8.
  3. Hoffman D. The Herbal Handbook: A User's Guide to Medical Herbalism. Rochester, VT: Healing Arts Press, 1988, 23-4.
  4. Dombradi CA Foldeak S. Screening report on the antitumor activity of purified Arctium Lappaextracts. Tumori (1966 May-Jun) 52(3):173-5.
  5. Morita K, Kada T, Namiki M. A desmutagenic factor isolated from burdock (Arctium lappa Linne). Mutation Res 1984;129:25-31.
  6. Lin CC, Lin JM, Yang JJ, et al. Anti-inflammatory and radical scavenge [sic] effects of Arctium lappa. Am J Chin Med 1996;24:127-37.
  7. Wichtl M. Herbal Drugs and Phytopharmaceuticals. Boca Raton, FL: CRC Press, 1994, 9-101.

Produkte mit den selben Inhaltsstoffen