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Brahmi

Was ist Brahmi?

Brahmi, auch als Bacopa Monniera bekannt, ist ein Mitglied der Scrophulariaceae Familie. Es handelt sich bei Brahmi um eine kleine, kriechende Pflanze mit zahlreichen Verästelungen, kleinen länglichen Blättern und hellvioletten Blüten (1, 2). Diese Pflanze findet man auf dem indischen Subkontinent in nassen und feuchten sumpfigen Gebieten (3, 4). Im Bereich der Ayurvedischen Medizin wird Brahmi als ein Medhyarasayana klassifiziert. Dieser Name steht für Wirkstoffe, die zur Verbesserung des Gedächtnisses und des Intellekts verwendet werden. Der Name Brahmi ist vom Namen „Brahma“, dem hinduistischen Gott der Schöpfung, abgeleitet.

 

Woher kommt Brahmi?

Brahmi wird seit fast 3000 Jahren von indischen Ayurverdischen Medizinern verwendet. Die erste Erwähnungen von Brahmi findet man in mehreren alten Ayurvedischen Schriften inklusive der Caraka Samhita (6. Jahrhundert nach Christus), in dem Brahmi für Zusammenstellungen zu Kontrolle einer Reihe von mentalen Problemen wie Angstzustände, Aufmerksamkeitsstörungen und Konzentrationsstörungen empfohlen wird und dem Bravprakash Var-Prakarana (16.Jahrhundert nach Christus)5.

 

Vorzüge von Brahmi

Brahmi wird als nootropischer Wirkstoff angesehen (5, 12) – eine Bezeichnung, die für Wirkstoffe und Medikamente verwendet wird, die Wahrnehmung, Gedächtnis,  Intelligenz,  Motivation, Aufmerksamkeit und Konzentration verbessern. Brahmi wird seit langem im Bereich der Ayurvedischen Medizin und bei der traditionelle Behandlung einer Reihe von Störungen verwendet, was insbesondere Störungen wie Angstzustände, Störungen des Intellekts und ein schlechtes Gedächtnis betrifft (6, 7).

Aktuelle wissenschaftliche Untersuchungen legen nahe, dass diese Pflanze eine deutliche Auswirkung auf das zentrale Nervensystem besitzt, wo sie das Verständnis, das Gedächtnis, den Intellekt und die Sprachfähigkeit verbessert und Störungen im Bereich der Emotionen, der Stimmungslage und der Persönlichkeit korrigiert (5, 7). Basierend auf den Resultaten von mit Menschen durchgeführten klinischen Untersuchungen geht man davon aus, dass sich die nootropischen Wirkungen erst nach einer chronischen Dosierung (z.B. 12 Wochen) (7) manifestieren und nicht bei akuter Einnahme (z.B. nur ein Tag) (8) zu erwarten sind. Humanstudien haben gezeigt, dass eine chronische Verabreichung von Brahmi in einer Verbesserung der Gedächtnisleistung (7, 9, 15-17), der visuellen Informationsverarbeitung (7, 9), und der Rate des Lernens (9), sowie einer Reduzierung von Angstzuständen resultiert (9, 15).

In Indien ist Brahmi als effektiver Wirkstoff für die Behandlung von mentalen Erkrankungen und Epilepsie anerkannt (5, 13). In bestimmten Bereichen von Indien glaubt man darüber hinaus, dass Brahmi als Aphrodisiakum wirkt (5). In Sri Lanka wird Brahmi unter der Bezeichnung Loonooweella bei Fieber verschrieben (5) und auf den Philippinen wird es als Diuretikum verwendet (11).

 

Nebenwirkungen von Brahmi

Abgesehen von leichten Magenverstimmungen (15) wurden bei Brahmi bisher keine signifikanten Nebenwirkungen beobachtet.

 

Einnahmeempfehlung

Bei mit Brahmi durchgeführten Humanstudien wurden typischerweise 300mg Brahmi Extrakt verwendet, was etwa 4 Gramm der ganzen Pflanze entspricht. Diese Dosierung entspricht etwa 1 bis 2 Tabletten oder Kapseln pro Tag. Die meisten mit Brahmi durchgeführten klinischen Untersuchungen verwendeten ein speziell entwickeltes standardisiertes Extrakt namens KeenMind CDRI 08 (auch als Membac bekannt), welches auf einen Gehalt von 55% Bacosid A und B standardisiert ist. In Indien ist ein anderes chemisch standardisiertes Brahmi Extrakt für die klinische Verwendung erhältlich, das dort für klinische Versuche mit Freiwilligen verwendet wird (10).

In Anbetracht der verbesserten mentalen Funktionskapazität, sollte Brahmi am besten morgens eingenommen werden.

 

Brahmi Supplements

Brahmi ist am häufigsten in Supplements enthalten, die entwickelt wurden, um den Fokus und die Aufmerksamkeit zu verbessern. Darüber hinaus ist dieses Extrakt auch in einigen Supplements für den Fettabbau enthalten.

 

Kombinationen mit anderen Supplements

Brahmi wird sehr häufig mit Ginko Biloba kombiniert, da von diesen beiden Phytonährstoffen gezeigt werden konnte, dass sie unterschiedliche Aspekte der mentalen Funktionskapazität verbessern (18).

 

Sicherheit und Unbedenklichkeit

Klinische Studien der Phase 1 haben die Sicherheit und Unbedenklichkeit der in Brahmi enthaltenen Bacoside bei gesunden jungen männlichen Freiwilligen sowohl bei einmaliger als auch bei chronischer Einnahme über einen Zeitraum von 4 und 6 Wochen mit Dosierungen von bis zu 450 mg Trockenextrakt bestätigt (6, 14). Keine der mit Menschen durchgeführten Studien berichtete von irgendwelchen toxischen Wirkungen.

 

Referenzen: 

  1. Bone K, 1996. Clinical Applications of Ayurvedic and Chinese herbs: Monographs for the Western Herbal Practitioner. Phytotherapy Press, Warwick, Queensland, Australia, pp. 137-141.
  2. Warrier PK, Nambiar, V.P.K., Ramankutty, C., 1996. Indian Medicinal Plants. Orient Longman, Chennai, India. 235-239.
  3. Chunekar KC, 1960. Bhav Prakasa Nighantu, vol. 372. Chaukhamba Bharati Publications, Varanasi (Hindi translation).
  4. Satyavati GV, Raina MK, Sharma M, 1976. Medicinal Plants of India, vol I. Indian Council of Medical Research, New Delhi, pp. 112–118.
  5. Russo A & Borrelli F. Bacopa monniera, a reputed nootropic plant: an overview. Phytomedicine. 2005;12:305-317.
  6. Singh, H.K., Dhawan, B.N., 1997. Neuropsychopharmacological effects of the Ayurvedic nootropic Bacopa monniera Linn. (Brahmi). Indian J. Pharmacol. 29, 359-365.
  7. Stough C, et al. The chronic effects of an extract of Bacopa monniera (Brahmi) on cognitive function in healthy human subjects. Psychopharmacology (Berl). 2001;156(4):481-484.
  8. Nathan PJ, et al. The acute effects of an extract of Bacopa monniera (Brahmi) on cognitive function in healthy normal subjects. Hum Psychopharmacol. 2001;16(4):345-351.
  9. Stough C, et al. Examining the nootropic effects of a special extract of Bacopa monniera on human cognitive functioning: 90 day double-blind placebo-controlled randomized trial. Phytother Res. 2008;22(12):1629-34.
  10. Dhawan BN, & Singh HK, 1996. Pharmacology of ayurvedic nootropic Bacopa monniera, Abstr. No. NR 59. Int. Conv. Biol. Psychiat. Bombay.
  11. Uphof, J.C., 1968. The dictionary of economic plants, vol. 62.Verlag von J Cramer, NewYork.
  12. Shinomol GK. Muralidhara. Bharath MM. Exploring the role of "Brahmi" (Bocopa monnieri and Centella asiatica) in brain function and therapy. Recent Patents on Endocrine, Metabolic & Immune Drug Discovery. 2011;5(1):33-49.
  13. Jobin M, et al. Behavioral deficit and decreased GABA receptor functional regulation in the hippocampus of epileptic rats: effect of Bacopa monnieri. Neurochemical Research. 2011;36(1):7-16.
  14. Pravina K, et al. Safety evaluation of BacoMind in healthy volunteers: A phase I study. Phytomedicine. 2007;14:301–308.
  15. Calabrese C, et al. Effects of a standardized bacopa monnieri extract on cognitive performance, anxiety, and depression in the elderly: a randomized, double-blind, placebo-controlled trial. The Journal of Alternative & Complementary Medicine. 2008;14(6):707-713.
  16. Roodenrys S, et al. Chronic effects of Brahmi (Bacopa monnieri) on human memory. Neuropsychopharmacology. 2002;27(2):279-281.
  17. Raghav S, et al. Randomized controlled trial of standardized Bacopa monniera extract in age-associated memory impairment. Indian J Psychiatry. 2006;48(4):238-242.
  18. Nathan PJ, et al. Effects of a combined extract of Ginkgo biloba and Bacopa monniera on cognitive function in healthy humans. Hum Psychopharmacol. 2004;19(2):91-6.

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