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Black Tea

Schwarzer Tee wird aus den Blättern eines Busches hergestellt der den Namen Camellia sinensis trägt. Ein Prozess, der als Oxidation bezeichnet wird, verändert die Farbe der Blätter von grün nach schwarzbraun. Oxidation bedeutet in diesem Zusammenhang, dass die Blätter feuchter, sauerstoffreicher Luft ausgesetzt werden.

Teehersteller können den Grad der Oxidation kontrollieren. Schwarzer Tee ist vollständig oxidiert. Grüner Tee stammt von derselben Pflanze, ist jedoch nicht oxidiert

Warum verwenden Menschen schwarzen Tee?

Viele Menschen trinken schwarzen Tee, um wach zu werden und über mehr Energie zu verfügen. Es gibt ausreichende wissenschaftliche Untersuchungen, die zeigen, dass dies funktioniert. Schwarzer Tee enthält eine Menge Koffein. Er enthält außerdem eine geringe Menge der anregenden Substanz Theophyllin. Sowohl Koffein als auch Theophyllin können die Herzfrequenz beschleunigen und die Aufmerksamkeit verbessern.

Schwarzer Tee enthält darüber hinaus gesunde Substanzen, die als Polyphenole bezeichnet werden. Polyphenole sind Antioxidantien, die dabei helfen können, die Zellen des Körpers vor DNA Schäden zu schützen.

Einige Wissenschaftler glauben, dass spezifische in schwarzem Tee enthaltene Antioxidantien inklusive Polyphenole und Catechine dabei helfen könnten, einige Arten von Krebs zu verhindern. Einige Untersuchungen zeigen z.B., dass Frauen, die regelmäßig schwarzen Tee trinken, ein geringeres Risiko für Eierstockkrebs aufweisen.

Bezüglich der vor Krebs schützenden Wirkungen werden jedoch noch weitere Untersuchungen benötigt. Bis jetzt konnten Untersuchungen zeigen, dass schwarzer Tee das Risiko für Brust-, Magen- und Darmkrebs nicht reduziert.

Es gibt zunehmende Hinweise darauf, dass in schwarzem Tee enthaltene Antioxidantien Arteriosklerose (eine Verstopfung de Arterien) – insbesondere bei Frauen - reduzieren könnten. Sie könnten außerdem dabei helfen, das Risiko für einen Herzinfarkt zu reduzieren.

Der regelmäßige Konsum von schwarzem Tee könnte auch das Risiko für Diabetes, hohe Cholesterinspiegel, Nierensteine und Parkinson reduzieren. Es bedarf jedoch weiterer Untersuchungen, um eine sichere Aussage bezüglich der Wirkung von schwarzem Tee bei diesen Leiden treffen zu können.

Frühe Untersuchungen geben darüber hinaus Hinweise darauf, dass die langfristige Verwendung von schwarzem Tee dabei helfen könnte, vor Osteoporose und Lungenkrebs zu schützen. Es bedarf jedoch weiterer, größer angelegter Studien, um diese Anwendungen zu bestätigen.

Schwarzteeextrakt wird genau wie Grünteeextrakt als Supplement verkauft. Manchmal enthalten solche Supplements weitere Pflanzenextrakte, Vitamine und Mineralstoffe.

Der Konsum moderater Mengen von schwarzem Tee im Bereich von einer bis vier Tassen pro Tag kann den Blutdruck leicht erhöhen, doch diese Wirkung hält nicht lange an. Der Konsum dieser Mengen von schwarzem Tee wird nicht mit einer langfristigen Erhöhung des Blutdrucks in Verbindung gebracht.

Vorläufige Studien haben gezeigt, dass Supplements, die Schwarzteeextrakte enthalten, die Stoffwechselrate und den Blutdruck erhöhen können. Veränderungen des Blutdrucks können zwar einen Grund zur Sorge darstellen, doch eine geringe Erhöhung kann bei Menschen, die aufgrund eines niedrigen Blutdrucks unter Schwindelgefühlen beim Aufstehen leiden, hilfreich sein

Einnahmeempfehlungen

Bisher wurden noch keine optimalen Dosierungen für Schwarzteeextrakte bestimmt. Da die Inhaltsstoffe von Supplements und deren Qualität stark variieren können, ist es schwer eine Standarddosierung festzulegen.

Risiken und Nebenwirkungen?

Der Konsum von schwarzem Tee in moderaten Mengen wird für die meisten Menschen im Allgemeinen als sicher und unbedenklich angesehen. Der Konsum großer Mengen von schwarzem Tee oberhalb einer Menge von 4 bis 5 Tassen pro Tag kann jedoch potentielle Gesundheitsprobleme hervorrufen. Hierbei handelt es sich hauptsächlich um mit Koffein in Verbindung stehende Nebenwirkungen.

Nebenwirkungen von schwarzem Tee können innere Unruhe, Schlafprobleme, eine schnellere Atmung, Kopfschmerzen, einen gesteigerten Harndrang, unregelmäßigen Herzschlag, Übelkeit und Erbrechen, Nervosität und Ruhelosigkeit, ein Klingeln in den Ohren und Zittern umfassen.

Die Kombination von schwarzem Tee mit anderen Typen von Koffein oder mit Ephedra kann gefährlich sein. Probleme, die eine solche Kombination hervorrufen kann, umfassen Überspanntheit, eine Erhöhung des Blutdrucks, Veränderungen der Herzfrequenz, Krampfanfälle und Ohnmachtsanfälle.

Interaktionen

Schwarzer Tee oder Supplements, die Extrakte aus schwarzem Tee enthalten, können mit anderen Medikamenten oder Supplements interagieren. Einige Medikamente können bewirken, dass Koffein länger als gewöhnlich im Körper aktiv bleibt. Aus diesem Grund sollte man die Verwendung von Schwarztee-Supplements mit dem behandelnden Arzt absprechen, wenn man Medikamente einnimmt.

Das in schwarzem Tee enthaltene Koffein kann außerdem das Ergebnis bestimmter Blutuntersuchungen beeinflussen. Deshalb sollte man vor Blutuntersuchungen seinen Arzt informieren, wenn man viel schwarzen Tee trinkt.

Referenzen:

  1. National Cancer Institute web site: "Tea and Cancer Prevention Fact Sheet."Roberts, A. Alternative Medicine Review, 2005.
  2. The Leaf web site: "Oxidation and Fermentation in Tea Manufacture." National Cancer Institute web site: "Tea and Cancer Prevention Fact Sheet."
  3. Natural Medicines Comprehensive Database: "Black Tea." Baker, J.A. International Journal of Gynecological Cancer, January-February 2007.
  4. Gardner, E.J. European Journal of Clinical Nutrition. January 2007.Hodgson, J.M. Food and Function, January 19, 2013.
  5. Hodgson, J.M. Molecular Aspects of Medicine, December 2010.Bersniak, A. BMJ Open, Nov. 8, 2012.

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