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Bitterorange

Namen: Citrus aurantium L., Bitterorange, Bigarade, Neroli, Pomeranze.



Der Pomeranzenbaum ist ähnlich wie der Zitronenbaum, ein bis zu 5 m hoher Baum mit immergrünen Blättern und weißen, angenehm duftenden Blüten.
In der Volksmedizin werden die Blüten, die Schale der Früchte und die unreifen Früchte verwendet. Der Pomeranzenbaum ist im tropischen Asien beheimatet, wird aber bereits im Mittelmeerraum kultiviert.

Anwendung

Die Blüten enthalten ätherisches Öl, Bitterstoffe und Flavonoide und sollen als mildes Beruhigungsmittel bei Nervosität und Schlafstörungen helfen. Die Schalen (und damit auch die Früchte) enthalten neben ätherischem Öl vor allem Bitterstoffe und werden als appetitanregendes Mittel und bei Verdauungsstörungen wie Völlegefühl und Blähungen verwendet. Das ätherische Öl wird auch zur Parfümherstellung verwendet.

Bedarf im Sport

Synephrin wird aus der Frucht der Bitterorange (citrus aurantium) gewonnen. In der Regel enthalten Nahrungsergänzungen zugesetzte Extrakte 6 Prozent Synephrin. Analysen zufolge ist Synephrin der aktive Inhaltstoff, auf das die Fettmobilisation in erster Linie zurückzuführen ist. Synephrin ist chemisch eng dem Ephedrin verwandet. Synephrin kommt nicht nur in Pflanzen, sondern auch auf natürliche Weise im menschlichen Körper vor (was vermutlich erklärt, weshalb sie noch nicht verboten wurden).


Wirkung

Synephrin erweitert die Energie und übt eine stimulierende Wirkung aus. Es ist sehr flavonoidhaltig. Diese zwei Verbindungen produzieren gemeinsam eine antreibende und stimulierende Wirkung im Körper. Flavonoide sind kraftvolle Antioxidantien mit Eigenschaften zur Verringerung der Blutgerinnung. Wissenschaftler glauben, dass ihre positiven Wirkungen, den durch Sauerstoff verursachten Schäden im Körper, wie zum Beispiel Fettgewebeablagerungen, entgegenzuwirken, dazu beitragen können, Herzprobleme zu vermeiden sowie eine bessere Durchblutung und insgesamt eine besseren Gesundheitszustend zu fördern, da freie Radikale im Körper beseitigt werden.


Synephrin gegen Ephedrin

Ähnlich wie Ephedrin bewirkt Synephrin eine Erhöhung des Ruhestoffwechsels und der Körpertemperatur. Wie Ephedrin übt Synephrin alpha-adrenergene Effekt aus, anders als Ephedrin tritt es nur mit andrenergenen Beta-3-Rezeptoren in Kontakt. Ephedrin dagegen agiert mit Beta-1, Beta-2- und Beta-3-Rezeptoren, wobei seine Interaktion mit Beta-2-Rezeptoren für den Großteil seiner fettmobilisierenden Wirkung verantwortlich ist. An seinen Nebenwirkungen, zum Beispiel eine starke Belastung des kardiovaskulären Systems, war die Überlappung mit Beta-1-Rezeptoren schuld. In Wahrheit gab es nur bei solchen Benutzern Probleme, die eine Überdosis Ephedrin genommen hatten oder medizinisch vorbelastet waren, etwa unter einer kardiovaskulären Erkrankung litten.


Eine Studie der Universität von Utah scheint diese Folgerung zu belegen. In einer placebokontrollierten Studie erhöhte sich bei den Ephedrin- und Synephringruppen gleichermaßen der Ruhestoffwechsel und die Körpertemperatur. Allerdings konnte lediglich bei der Ephedringruppe eine Erhöhung der Atemfrequenz als Zeichen der Fettverbrennung festgestellt werden. Man schloss aus der Studie, dass Synephrin in seiner Wirkung klar unterlegen ist.

Fragwürdig ist allerdings, inwiefern der Versuchsansatz vergleichbare Ergebnisse liefern kann. Beide Substanzen wurden nicht als alleinige thermogene Mittel verabreicht. Während beide Mittel additiv Koffein, Yohimbe und Quercetin enthielten, waren dem synephrinhaltigen Kombinat noch zwei chinesische Kräuter hinzugegeben. Auch die Dosierung wies starke unterschiede auf. Während bei der einen Gruppe 24 mg Ephedrin eingesetzt wurde, erhielt die Synephringruppe lediglich 10 mg des Wirkstoffes. M. E. ist dieser Versuchsaufbau nicht in der Lage, verwertbare Ergebnisse zu einem direkten Vergleich beider Mittel zu liefern. Beider Substanzen hätten wenigstens in gleicher Dosierung verabreicht werden müssen.

Ein weiterer häufig erwähnter Vorteil von Synephrin gegenüber Ephedrin ist das Ausbleiben von Herzrasen, Zittrigkeit und anderen kardiovaskulären Symptomen, die manche Ephedrin Benutzer heimsuchten. Diese Symptome hingen mit der Aktivierung von Beta-2-Rezeptoren durch Ephedrin zusammen, die bei Synephrin nicht stattfindet. Unglücklicherweise wurde eine andere durch Ephedrin erzeugte kerdiovaskuläre Nebenwirkungen auch im Zusammenhang mit Synephrin beobachtet: ein erhöhter Blutdruck (Hypertension). Ketecholamine wie Ephedrin und Norepinephin tragen zu einer Verengung von Blutgefäßen bei, durch die der Blutdruck ansteigt. Wegen seiner strukturellen Verwandtschaft mit Katecholaminen hob auch Ephedrin den Blutdruck etwas an, was für die meisten Verwender aber kein Problem darstellte. Auch Synephrin sieht Katecholaminen in der Struktur ähnlich, weshalb es ebenfalls eine blutdrucksteigernde Wirkung haben kann. Synephrin teilt eine Eigenschaft mit Grapefruitsaft, die Ephedrin nicht besitzt: Es enthält mindestens zwei Substanzen, die das cytochrome P450-Enzymsystem in der Leber hemmen. Dieses System ist für die Verstoffwechselung von mehr als 25 Prozent aller Medikamente zuständig, und seine Blockierung würde zu gefährlich hohen Konzentrationen von Medikamenten und Drogen im Blut führen. Dieser Effekt ist bei Synephrin noch wesentliche ausgeprägter als bei Grapefruitsaft.


Referenzen

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