SUBSTANZEN Es gibt zurzeit 997 Substanzen

Es wurden keine Übereinstimmungen gefunden. Bitte versuchen Sie es mit einem anderen Begriff.

Bittermelone

Bittermelone / Bittermelon / Bitter Gourd

Die Bittermelone ist eine Pflanze, die in Teilen von Afrika, Asien, der Karibik und Südamerika wächst. Diese Pflanze bringt eine Frucht hervor, die von ihrem Aussehen an eine Salatgurke erinnert. Die Bittermelone wird sowohl als Nahrungsmittel als auch als traditionelle Medizin verwendet.

Die Bittermelone ich reich an wichtigen Nährstoffen

Die Bittermelone ist eine hervorragende Quelle für mehrere Schlüsselnährstoffe. 100 Gramm Bittermelone liefern (1):

  • Kcal: 20
  • Kohlenhydrate: 4 Gramm
  • Ballaststoffe: 2 Gramm
  • Vitamin C: 93% der empfohlenen täglichen Zufuhr
  • Vitamin A: 44% der empfohlenen täglichen Zufuhr
  • Folat: 17% der empfohlenen täglichen Zufuhr
  • Kalium: 8% der empfohlenen täglichen Zufuhr
  • Zink: 5% der empfohlenen täglichen Zufuhr
  • Eisen: 4% der empfohlenen täglichen Zufuhr

Die Bittermelone ist besonders reich an Vitamin C, einem wichtigen Mikronährstoff, der an der Krankheitsvorbeugung, der Knochenbildung und der Wundheilung beteiligt ist (2). Sie ist außerdem reich an Vitamin A, einem fettlöslichen Vitamin, das die Gesundheit der Haut und eine gute Sehkraft fördert (3).Bittermelone liefert Folat, welches für Wachstum und Entwicklung essentiell ist, sowie geringere Mengen an Kalium, Zink und Eisen (4).

Darüber hinaus ist die Bittermelone eine gute Quelle für Katechine, Gallussäure, Epikatechin und Chlorogensäure – wirkungsvolle antioxidative Verbindungen, die dabei helfen können, die Zellen des Körpers vor Schäden zu schützen (5).

Zusätzlich hierzu ist diese Frucht kalorienarm und reich an Ballaststoffen, wobei 100 Gramm etwa 8% des täglichen Ballaststoffbedarfs liefern.

Mögliche Gesundheitsvorzüge der Bittermelone

Die Bittermelone ist am besten als traditionelle Medizin zur Behandlung von Diabetes bekannt. Wissenschaftliche Untersuchungen konnten diese Wirkungen bestätigen und deuten darüber hinaus darauf hin, dass Bittermelone noch eine ganze Reihe weiterer Gesundheitsvorzüge besitzen kann. Die folgenden Abschnitte werden einige dieser potentiellen Gesundheitsvorzüge und die aktuelle wissenschaftliche Studienlage näher betrachten.

Bittermelone kann dabei helfen, die Blutzuckerspiegel zu senken

Dank ihrer potenten medizinischen Eigenschaften wird die Bittermelone schon seit langem von Völkern überall auf der Erde zur Behandlung von mit Diabetes in Verbindung stehenden Leiden verwendet (6). In den letzten Jahren haben mehrere wissenschaftliche Studien die Rolle dieser Frucht bei der Blutzuckerkontrolle bestätigt.

Eine dreimonatige Studie mit 24 Erwachsenen, die unter Diabetes litten, konnte zeigen, dass eine Einnahme von 2.000 mg Bittermelone pro Tag die Blutzuckerspiegel und den Hämoglobin A1c Wert – ein Test, der zur Messung der Blutzuckerkontrolle während der letzten drei Monate verwendet wird – senken konnte (7).

Eine andere Studie mit 40 Diabetikern fand heraus, dass eine Einnahme von 2.000 mg Bittermelone pro Tag über einen Zeitraum von 4 Wochen zu einer geringfügigen Reduzierung der Blutzuckerspiegel führte. Darüber hinaus senkte das Supplement die Fructosaminspiegel, welche einen weiteren Marker für die Langzeitblutzuckerkontrolle darstellen (8). Man glaubt, dass Bittermelone die Art und Weise, auf die Zucker im Körpergewebe verwendet wird, verbessert und dass sie die Ausschüttung von Insulin fördert, welches für die Regulierung der Blutzuckerspiegel verantwortlich ist (9).

Die Menge an verfügbaren Humanstudien ist jedoch begrenzt und es bedarf größerer, qualitativ hochwertigerer Studien, um verstehen zu können, wie Bittermelone die Blutzuckerspiegel bei unterschiedlichen Personengruppen beeinflussen kann.

  • Zusammenfassung: Es konnte gezeigt werden, dass Bittermelone mehrere Marker für die Langzeitblutzuckerkontrolle inklusive Fructosamin und Hämoglobin A1c verbessern kann. Es bedarf jedoch weiterer Untersuchungen.

Bittermelone könnte Krebs bekämpfende Eigenschaften besitzen

Wissenschaftliche Untersuchungen legen nahe, dass Bittermelone Verbindungen mit Krebs bekämpfenden Eigenschaften enthält. Eine im Reagenzglas durchgeführte Studie konnte z.B. zeigen, dass ein Bittermelonenextrakt Krebszellen des Magens, des Darms, der Lunge und des Nasenrachenraums abtöten kann (10).

Eine andere im Reagenzglas ausgeführte Studie kam zu ähnlichen Resultaten und berichtete davon, dass ein Bittermelonenextrakt dazu in der Lage war, Wachstum und Ausbreitung von Brustkrebszellen zu verhindern, während es gleichzeitig den Tod der Krebszellen förderte (11).

Man sollte im Hinterkopf behalten, dass diese Studien unter Verwendung konzentrierter Mengen von Bittermelonenextrakt und mit isolierten Zellen im Labor durchgeführt wurden. Es bedarf weiterer Untersuchungen, um herauszufinden, wie Bittermelone das Krebswachstum und die Entwicklung von Krebs beim Menschen beeinflusst, wenn sie in normalen Mengen verzehrt wird.

  • Zusammenfassung: Im Reagenzglas durchgeführte Untersuchungen zeigen, dass Bittermelone krebsbekämpfende Eigenschaften besitzen könnte und bei der Bekämpfung von Magenkrebszellen, Darmkrebszellen, Lungenkrebszellen, Brustkrebszellen und Nasenrachenraumkrebszellen wirksam sein könnte.

Bittermelone könnte die Cholesterinspiegel senken

Hohe Cholesterinspiegel können die Entstehung fettiger Plaqueablagerungen in den Arterien fördern, welche das Herz dazu zwingen, härter arbeiten zu müssen und das Risiko für Herzkrankheiten erhöhen (12).

Mehrere mit Tieren durchgeführte Studien fanden heraus, dass Bittermelone die Cholesterinspiegel senken und so die allgemeine Herzgesundheit fördern könnte. Eine Studie, die mit Ratten durchgeführt wurde, die eine cholesterinreiche Ernährung erhielten, konnte beobachten, dass die Verabreichung eines Bittermelonenextrakts zu einer signifikanten Reduzierung der Gesamtcholesterinspiegel, der Spiegel des „schlechten“ LDL Cholesterins und der Triglyzeridspiegel führte (13).

Eine andere Studie kam zu dem Ergebnis, dass Ratten, die ein Bittermelonenextrakt verabreicht bekamen, im Vergleich zu Tieren, die lediglich ein Placebo erhielten, deutlich niedrigere Cholesterinspiegel aufwiesen. Höhere Dosierungen von Bittermelone zeigten diesbezüglich die stärkste Wirkung (14).

Zurzeit beschränken sich die Untersuchungen der potentiellen cholesterinsenkenden Eigenschaften von Bittermelone hauptsächlich auf mit Tieren durchgeführte Studien, bei denen hohe Dosierungen von Bittermelonenextrakten zum Einsatz kamen. Es bedarf weiterer Untersuchungen, um herauszufinden, ob dieselben Wirkungen auch bei Menschen zustande kommen, die Bittermelone als Teil einer ausgewogenen Ernährung zu sich nehmen.

  • Zusammenfassung: Mit Tieren durchgeführte Untersuchungen zeigen, dass Bittermelone die Cholesterinspiegel senken könnte, was die Herzgesundheit unterstützen könnte. Es bedarf jedoch weiterer Humanstudien, um diese Wirkungen beim Menschen zu bestätigen.

Bittermelone könnte einen Gewichtsabbau unterstützen

Die Bittermelone stellt eine exzellente Ergänzung einer Gewichtsabbaudiät dar, da sie kalorienarm und ballaststoffreich ist (1). Ballaststoffe passieren den Verdauungstrakt sehr langsam und helfen so dabei, länger zu sättigen und Hunger und Appetit zu reduzieren (15, 16). Aus diesem Grund könnte das Ersetzen kalorienreicherer Nahrungsmittel durch Bittermelone dabei helfen, die Ballaststoffzufuhr zu erhöhen und die Kalorienzufuhr zu reduzieren, um einen Gewichtsabbau zu fördern.

Darüber hinaus zeigen wissenschaftliche Untersuchungen, dass Bittermelone positive Auswirkungen auf die Fettverbrennung und den Gewichtsverlust besitzen kann. Eine Studie fand heraus, dass der Konsum von 4,8 Gramm Bittermelonenextrakt pro Tag zu einer signifikanten Reduzierung des Bauchfetts führte. Die Studienteilnehmer verloren im Laufe von 7 Wochen durchschnittlich 1,3 Zentimeter an Bauchumfang (17).

Eine mit Ratten, die eine fettreiche Ernährung bekamen, durchgeführte Studie konnte beobachten, dass ein Bittermelonenextrakt besser als ein Placebo dabei half, das Körpergewicht zu reduzieren (18). Man sollte im Hinterkopf behalten, dass diese Studien unter Verwendung hoch dosierter Bittermelone Supplements durchgeführt wurde. Es ist deshalb unklar, ob der Konsum von Bittermelone als Teil der regulären Ernährung dieselben Wirkungen besitzen würde.

  • Zusammenfassung: Die Bittermelone ist kalorienarm und ballaststoffreich. Studien haben außerdem herausgefunden, dass Bittermelone dabei helfen könnte, Bauchfett und Körpergewicht zu reduzieren.

Die Bittermelone ist vielseitig verwendbar und köstlich

Die Bittermelone hat einen charakteristischen Geschmack, der zu vielen Gerichten passt. Vor der Zubereitung sollte die Frucht gewaschen und dann der Länge nach aufgeschnitten werden. Anschließend entfernt man die Samen mit einem Löffel aus der Mitte der Frucht und schneidet die Frucht anschließend in dünne Scheiben.

Bittermelone kann roh oder gekocht als Zutat zu unterschiedlichen Rezepten genossen werden. Man kann sie in der Pfanne braten, dünsten, backen oder auch aushöhlen und mit einer Füllung nach Wahl füllen.

Hier sind einige interessante Wege, Bittermelone zum Ernährungsplan hinzuzufügen:

  • Man kann die Bittermelone zusammen mit anderen Früchten und Gemüsesorten zu einem mit Nährstoffen vollgepackten Getränk verarbeiten.
  • Man kann Bittermelone zu einer Gemüsepfanne hinzufügen.
  • Man kann Bittermelone zusammen mit Tomaten, Knoblauch und Zwiebeln zu Rühreiern hinzufügen.
  • Man kann Bittermelone zu Salat hinzufügen.
  • Man kann Bittermelone mit Hackfleisch und Gemüse füllen

Einnahmeempfehlung

Es gibt für Bittermelone keine Standarddosierung. Einige Menschen essen eine kleine Melone täglich, während andere Supplements gemäß der Dosierungsempfehlung des Herstellers verwenden.

Risiken und Nebenwirkungen:

Zumindest bei kurzfristiger Anwendung scheint Bittermelone sicher und unbedenklich zu sein. Sie kann jedoch Nebenwirkungen wie Magenprobleme, Magenkrämpfe und Durchfall hervorrufen (19). Bittermelone wird nicht als sicher für Kinder oder schwangere oder stillende Frauen angesehen.

Interaktionen

Bittermelone kann die Blutzuckerspiegel beeinflussen. Dies kann bei einer Kombination mit einigen Diabetesmedikamenten zu sehr niedrigen Blutzuckerspiegeln führen. Aus diesem Grund sollte man die Verwendung von Bittermelone mit seinem Arzt absprechen, wenn man unter Diabetes leidet und/oder Medikamente gegen Diabetes verwendet.

Wenn man regelmäßig Medikamente einnimmt, dann sollte man vor der Verwendung von Bittermelone den behandelnden Arzt konsultieren, da Interaktionen von Bittermelone mit bestimmten Medikamenten nicht ausgeschlossen sind.

Fazit

Die Bittermelone ist eine Frucht mit einzigartigem Erscheinungsbild und Geschmack. Sie ist nicht nur reich an mehreren wichtigen Nährstoffen, sondern wird auch mit zahlreichen Gesundheitsvorzügen in Verbindung gebracht, zu denen eine bessere Blutzuckerkontrolle und niedrigere Cholesterinspiegel gehören.

Schwangere Frauen und Menschen, die bestimmte Medikamente – insbesondere blutzuckersenkende Medikamente – einnehmen, sollten mit ihren Arzt sprechen, bevor sie größere Mengen an Bittermelone zu sich nehmen oder Supplements verwenden.

In moderaten Mengen stellt Bittermelone eine schmackhafte und nahrhafte Erweiterung einer gesunden, gut abgerundeten Ernährung dar.

Referenzen:

  1. https://ndb.nal.usda.gov/ndb/search/list
  2. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3783921/
  3. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3936685/
  4. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3218540/
  5. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4306384/
  6. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4027280/
  7. https://www.liebertpub.com/doi/10.1089/jmf.2017.0114
  8. https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0378874110009219?via%3Dihub
  9. http://www.eurekaselect.com/118335/article
  10. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3471438/
  11. http://cancerres.aacrjournals.org/cgi/pmidlookup?view=long&pmid=20179194
  12. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK279318/
  13. https://web.a.ebscohost.com/abstract?direct=true&profile=ehost&scope=site&authtype=crawler&jrnl=1011601X&AN=118301439&h=vGfRxTC374V4zwMwHWwogPrlJibRndBdxAqpMtfH%2fGnsx4cg3nqWFP4v4waxEqs10uz4Han8nMRCQYhhmRcN7w%3d%3d&crl=c&resultNs=AdminWebAuth&resultLocal=ErrCrlNotAuth&crlhashurl=login.aspx%3fdirect%3dtrue%26profile%3dehost%26scope%3dsite%26authtype%3dcrawler%26jrnl%3d1011601X%26AN%3d118301439
  14. https://scinapse.io/papers/49515921
  15. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5389022/
  16. https://academic.oup.com/nutritionreviews/article-lookup/doi/10.1111/j.1753-4887.2001.tb07001.x
  17. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3311063/
  18. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4575961/
  19. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3307184/

Produkte mit den selben Inhaltsstoffen