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Baron

Allgemeines

Bor, mit der chemischen Abkürzung B, besitzt die Ordnungszahl 5 im Periodensystem der Elemente und gilt chemisch als Nichtmetall, allerdings mit einigen metallischen Eigenschaften. Es ist nach dem Kohlenstoff das härteste aller Elemente. Bor wird zur Herstellung von Pflanzenvernichtungsmitteln, Schmiermitteln und Isolierstoffen, wie z.B. von Glaswolle, benutzt. Außerdem spielt es eine Rolle zur Verstärkung von Kunststoffen und Leichtmetallen, z.B. im Flugzeugbau und der Raumfahrt.
Entdeckt wurde das Bor im Jahr 1808 von den beiden französischen Chemikern Joseph-Louis Gay-Lussac und Louis Jacques Thénard sowie dem Engländer Sir Humphrey Davy. In der Erdrinde steht es in der Häufigkeit des Vorkommens der Elemente an 37. Stelle. Es liegt vor allem als Borsäure und ihren Salzen, wie dem Borax (Natriumtetraborat) vor, elementar kommt es nicht vor. In dem Edelstein Turmalin kommt es als Borsilikat vor. Der Schmelzpunkt von reinem Bor liegt bei 2180° C. Es ist essentiell für Pflanzen und auch Tiere. Dass Bor auch für die Humanernährung wichtig ist, wurde erst in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts herausgefunden.

 

Funktionen im Körper

Für Bor gibt es eine Reihe von lebenswichtigen Funktionen bei Pflanzen und Tieren. Ob dies auch für den Menschen gilt, ist bis heute noch nicht endgültig bewiesen.

 

An Bor reiche Lebensmittel enthalten in 100 Gramm

  • Soja 2,8 mg
  • Pflaumen 2,7 mg
  • Rosinen 2,4 - 2,8 mg
  • Erdnüsse, Haselnüsse, Mandeln, je 1,6 - 2,4 mg
  • Datteln 1 mg
  • Rotwein (0,1 Liter) 0,85 mg
  • Austern 100 - 400 mg

Borverbindungen scheinen Lieferanten von Hydroxylgruppen (chemisch -OH) zu sein und könnte in dieser Funktion die Herstellung einer Reihe von Hormonen, vor allem der Geschlechtshormone Östrogen und Testosteron, unterstützen. Borverbindungen scheinen auch den Proteinabbau zu hemmen, also Proteine im Zellplasma zu stabilisieren. In dieser Funktion kann auch die positive Wirkung einer Einnahme von Bor bei dem Krankheitsbild Osteoporose erklärt werden, weil dort wahrscheinlich im Knochen der Abbau von Proteinen, aus denen das Zellskelett unter anderem besteht, gebremst werden kann. Auch für das Immunsystem spielt Bor wahrscheinlich eine Rolle, möglicherweise, weil es die Stabilität oder Bildung von Antikörpern fördert.


Hauptvorkommen

Bor kommt in Milch, Milchprodukten, im Trinkwasser sowie in Obst, Nüssen und Gemüse vor. Bei einer normalen Ernährung werden täglich etwa 1 bis 3 mg Bor aufgenommen.


Mangelerscheinungen

Es gibt epidemiologische Daten darüber, dass in Bormangelgebieten gehäuft Arthritis auftritt.

 

Überdosierung/Vergiftung

Eine Überdosierung von Bor kann zu Vergiftungserscheinungen führen, wobei zwischen einer akuten und einer chronischen Vergiftung unterschieden wird. Die Symptome einer akuten Borvergiftung sind Krämpfe, Erbrechen (Emesis), Hirnhautentzündung (Meningitis), Durchfälle und Kollaps. Eine chronische Borvergiftung führt zu Magenschleimhautentzündungen, Leber- und Nierenschäden, Lungenblutungen, Lungenödem, Wassereinlagerungen im gesamten Körper, Benommenheit, Verwirrtheit und Depressionen. Außerdem hat sie eine juckende Dermatitis (Hautentzündung) zur Folge, die Psoriasis borica genannt wird.
Ein sicher wirksames Gegengift (Antidot) ist nicht bekannt. Eine Magenspülung oder die Gabe von medizinischer Kohle bei oraler Aufnahme ist nicht zuverlässig wirksam. Die Therapie der Vergiftung erfolgt daher in erster Linie symptomatisch. So muss z.B. bei starkem Erbrechen für einen Ausgleich des Flüssigkeits- und Elektrolytverlusts gesorgt werden.

 

Täglicher Bedarf

Für den empfohlenen Tagesbedarf an Bor gibt es bisher keine verbindlichen Angaben, geschätzt werden aber 1 - 7 mg pro Tag bei Erwachsenen.

 

Bedarf im Sport

Die Zufuhr von Bor sollte angeblich die körpereigenen Testosteronspiegel um bis zu 300% erhöhen. Leider währ das zu gut um wahr zu sein!! Nachgewiesen ist eine Erhöhung der Testosteron- und Östrogenspiegel nur bei Frauen in der Menopause. Eine Supplementierung von bis zu 5mg am Tag wurde absolut reichen. Wenn das in einen Multivitamin-/Mineralstoff-Präparat dabei ist kann man das ruhig nehmen, ansonsten ist ein Bor-Präparat allein als Nahrungsergänzung ohne Bedeutung.

Vorsichtsmaßnahmen und Warnungen

Bor ist für Erwachsene und Kinder wahrscheinlich sicher, wenn es in Dosierungen unterhalb des oberen tolerablen Limits verwendet wird. Es gibt Bedenken, dass Dosierungen oberhalb von 20 mg pro Tag die Zeugungsfähigkeit bei Männern beeinträchtigen könnten.

Borsäure, eine weit verbreitete Form von Bor, ist bei einer vaginalen Verwendung für bis zu 6 Monaten wahrscheinlich sicher. Borsäure kann jedoch ein brennendes Gefühl in der Vagina hervorrufen.

Das obere tolerable Limit, die maximale Dosierung, bei der keine schädlichen Wirkungen zu erwarten sind, liegt bei Erwachsenen und schwangeren oder stillenden Frauen bei 20 mg pro Tag. Bei Jugendlichen zwischen 14 und 18 Jahren liegt diese Menge bei 17 mg pro Tag. Bei Kindern zwischen 9 und 13 Jahren liegt das obere tolerable Limit bei 11 mg pro Tag, bei Kindern zwischen 4 und 8 Jahren bei 6 mg pro Tag und bei Kindern zwischen 1 und 3 Jahren bei 3 mg pro Tag. Für Kleinkinder wurde ein oberes tolerables Limit festgesetzt.

 

Überdosierung/Vergiftung

Eine Überdosierung von Bor kann zu Vergiftungserscheinungen führen, wobei zwischen einer akuten und einer chronischen Vergiftung unterschieden wird. Die Symptome einer akuten Borvergiftung sind Krämpfe, Erbrechen (Emesis), Hirnhautentzündung (Meningitis), Durchfälle und Kollaps. Eine chronische Borvergiftung führt zu Magenschleimhautentzündungen, Leber- und Nierenschäden, Lungenblutungen, Lungenödem, Wassereinlagerungen im gesamten Körper, Benommenheit, Verwirrtheit und Depressionen. Außerdem hat sie eine juckende Dermatitis (Hautentzündung) zur Folge, die Psoriasis borica genannt wird.

Ein sicher wirksames Gegengift (Antidot) ist nicht bekannt. Eine Magenspülung oder die Gabe von medizinischer Kohle bei oraler Aufnahme ist nicht zuverlässig wirksam. Die Therapie der Vergiftung erfolgt daher in erster Linie symptomatisch. So muss z.B. bei starkem Erbrechen für einen Ausgleich des Flüssigkeits- und Elektrolytverlusts gesorgt werden.

 

Vorsichtsmaßnahmen und Warnungen

Vorsichtsmaßnahmen und Warnungen: Bor ist für schwangere und stillende Frauen zwischen 19 und 50 Jahren sicher und unbedenklich, wenn es in Dosierungen unterhalb von 20 mg verwendet wird. Schwangere und stillende Frauen zwischen 14 und 18 Jahren sollten nicht mehr als 17 mg Bor pro Tag zu sich nehmen. Höhere Mengen könnten schädlich sein und sollten von schwangeren und stillenden Frauen nicht verwendet werden, da sie mit Geburtsdefekten in Verbindung gebracht werden. Intravaginal verwendete Borsäure wird bei einer Verwendung während der ersten 4 Monate der Schwangerschaft mit einer Erhöhung des Risikos für Geburtsdefekte um den Faktor 2,7 bis 2,8 in Verbindung gebracht.

Hormonsensitive Erkrankungen wie Brustkrebs, Gebärmutterkrebs, Eierstockkrebs und Endometriose: Bor könnte wie Östrogen wirken. Deshalb sollte man, wenn man unter einer Krankheit leidet, die durch Östrogen verschlimmert werden könnte, Bor in Form von Supplements oder Nahrungsmitteln mit einem hohen Gehalt an Bor meiden.

Erkrankungen der Nieren oder Probleme mit der Nierenfunktion: Man sollte Bor Supplements nicht verwenden, wenn man unter Nierenproblemen leidet. Die Nieren müssen hart arbeiten, um Bor auszuscheiden.

 

Wechselwirkungen

Bei einer Kombination von Bor mit folgenden Medikamenten sollte man vorsichtig sein:

Östrogen

Bor könnte die Östrogenspiegel im Körper erhöhen. Eine Einnahme von Bor in Verbindung mit Östrogen könnte zu hohe Östrogenspiegel verursachen.

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